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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kunst: Momente auf Augenhöhe einfangen

27.10.2017

Sandhatten Zwei Frauen lachen gemeinsam, ein Junge kauert auf einer Bank, ein Fetischpriester präsentiert sich: Ganz unterschiedliche Motive finden sich in Ute Dutzmanns Bildern wieder. Dabei fängt sie Menschen mit ihrer Kamera in deren eigenem Umfeld ein, ohne sie verändern zu wollen. Abgebildet werden dann ihre nachdenklichen, traurigen oder traditionellen Welten. Die Bilder der Oldenburgerin können ab Freitag, 3. November, im Atelier 5 in Sandhatten im Rahmen des Projektes „Kunst zu Gast“ bewundert werden. Die Eröffnung beginnt um 19.30 Uhr.

17 Länder bereist

Togo, Mali, Namibia, Tansania oder aber Sierra Leone: In der Zeit von 2004 bis 2017 hat die Künstlerin 17 afrikanische Länder bereist und Augenblicke festgehalten. Die Faszination Afrika begleitet Dutzmann schon seit ihrer Kindheit. Doch nicht von jedem Trip sind Fotos im Atelier 5 zu finden. „Es passiert nicht immer, dass man wiederkehrt und etwas im Gepäck hat“, sagt Dutzmann. „Denn es ist nicht immer möglich, ein Foto zu erarbeiten, das einen auch anspricht.“ Die Stimmung muss einfach passen, erklärt die Oldenburgerin.

Dr. Uta Fleischmann vom Atelier StauBlau Oldenburg, die bei der Ausstellungseröffnung spricht, erkennt, dass Dutzmann die Menschen während der Aufnahmen nicht gestört habe. Sie habe sie nicht durch das Auge eines Europäers fotografiert und die Menschen speziell inszeniert, sondern sei ihnen auf Augenhöhe begegnet, ohne sie in ihrem Raum anzutasten. Das sieht man daran, dass die Afrikaner oft nicht direkt in die Kamera gucken. Nur wenn sie sich selber vor dem Fotoapparat mit ihren speziellen Eigenschaften oder Merkmalen präsentieren wollen, schauen sie unmittelbar in die Linse. So inszeniert sich ein Fetischpriester zum Beispiel mit seinem Gewand und Hörnern auf dem Kopf ganz speziell in seiner Rolle.

Erste Ausstellung

Dass es Dutzmanns erste Ausstellung in dieser Form ist, sieht man ihren Werken nicht an. Bereits mit 17 Jahren begann sie zu fotografieren. Besonders verschiedene Menschen fängt sie gerne mit der Kamera ein. Laut Maria-Anna Nordiek vom Atelier 5 sei es keine Hobbyfotografie. Die Fotos seien nicht beliebig gemacht worden, sondern mit Bedacht. „Ich habe mich um eine Ausstellung bemüht, weil ich die Fotos sehr besonders finde“, so Nordiek. Die Bilder der Öffentlichkeit zu präsentieren, sei ein großer Schritt für die Künstlerin, die hauptberuflich Schmuck gestaltet. „Ich freue mich sehr darüber, sie so zu sehen“, sagt Dutzmann mit einem Blick an die Wand im Atelier, an der bereits ihre Bilder hängen.

Nicht nur durch die Fotografie lernte die Schmuckgestalterin Afrika kennen. Als Ehrenamtliche war sie an einem Projekt in Sierra Leone beteiligt, wodurch eine Klinik gebaut wurde. Im Rahmen des Vorhabens sind ebenfalls einige Bilder entstanden.

Die Ausstellung ist bis zum 23. Dezember mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung im Atelier 5, Huntloser Straße 5, zu sehen.

Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
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