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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Waldschüler machen Theater

26.03.2019

Sandkrug Momo kann es gar nicht verstehen. Die Kinder, mit denen sie immer so schön gespielt hat, weichen von ihr zurück. „Momo, das geht nicht“, sagen sie. „Wir dürfen unsere Zeit nicht verschwenden.“ Alina Musa (13), die die Hauptrolle in dem Michael-Ende-Stück spielt, lässt die Schultern hängen, sieht auf einmal richtig traurig aus.

Um Zeit im Sinne von Timing geht es auch Anke Ruge, die seit zwei Jahren Lehrerin an der Waldschule ist und das Schülertheater leitet. „Das war richtig toll, wie ihr euch angeschaut habt und erst nach einer kurzen Pause geantwortet“, ist sie begeistert.

Jeden Dienstag probt sie mit 18 Schülern für einen ganz besonderen Auftritt. Die Theater-AG der Hatter Schule wurde dieses Jahr für die Jugendtheatertage aus einer großen Zahl Bewerber ausgewählt. Für die Waldschule ist das eine Premiere. Damit die gelingt, proben 17 Mädchen und ein Junge – von der fünften bis zur zehnten Klasse – jeden Dienstagnachmittag in der Aula.

Anke Ruge (52) ist nicht nur ihre Lehrerin, sie hat selbst schon als Schauspielerin gearbeitet und sogar Stücke für die Bühne bearbeitet (u.a. „Romeo und Julia“ für das Herbartgymnasium Oldenburg und die Peter-Ustinov-Schule in Hude).

Ein Stück wie „Momo“ sei eine Gratwanderung, bei der es darauf ankomme, nicht albern zu werden, betont sie. „Ich versuche, mit den Schülern ihre Rollen zu erarbeiten, dass sie am Ende nicht einfach etwas abspulen, sondern aus innerer Motivation handeln“, erklärt sie ihren Ansatz, der auf dem „Method Acting“ basiert, wie es z. B. Robert de Niro oder Al Pacino bekannt gemacht haben.

Bei der Aufführung selbst wird sie sich um Licht und Musik kümmern müssen, für Regieanweisungen bleibt dann keine Zeit. Bei Texthängern werden die jungen Schauspieler deshalb schon mal improvisieren müssen. „Ich lese meinen Text einfach solange durch, bis ich ihn kann“, verrät Hauptdarstellerin Alina. Viele Schüler treten bei „Momo“ sogar in Doppelrollen auf. Da sich fast ausschließlich Mädchen in der Theatergruppe tummeln, hat Anke Ruge z. B. aus Beppo dem Straßenkehrer kurzerhand eine Beppa gemacht.

60 Minuten wird die „Momo“-Aufführung etwa dauern. Die Textil-AG der Waldschule liefert maßgeschneiderte Kostüme und Requisiten – zum Beispiel für die „grauen Herren“, die den Menschen die Zeit stehlen.

Premiere feiern die Waldschüler am Freitag, 14. Juni, 19.30 Uhr in der Waldschulaula (Eintritt 1 Euro). Am Mittwoch, 26. Juni, 16 Uhr stehen sie dann in der Kulturetage bei den Jugendtheatertagen auf der Bühne. Wer an beiden Terminen keine Zeit hat, muss sich nicht grämen. Weitere öffentliche Aufführungen finden in der Waldschule statt am Mittwoch, 19. Juni, Montag, 1. Juli, Dienstag, 2. Juli und Mittwoch, 3. Juli, jeweils ab 9.30 Uhr.

Für die jungen Schauspieler heißt es bis dahin vor allem: üben, üben, üben. Etwa zehn komplette Durchläufe werden sie nach den Osterferien noch absolvieren. Dann kann sich der Vorhang heben. Anke Ruge und ihr junges Ensemble freuen sich schon drauf: „Bis dahin ist es richtig Stress, macht aber auch großen Spaß.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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