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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Konzert: Auf den Spuren von Johnny Cash

28.05.2018

Sandtange Wenn Bernd Wolf über Johnny Cash redet, dann sieht man sofort dieses begeisternde Glitzern in seinen Augen und sein Schwärmen will kaum ein Ende nehmen. Bernd Wolf ist ein riesiger Fan – und einer der größten europäischen Experten zur Musik des amerikanischen Country-Sängers. Die Musik von Cash hat ihn von Kindheit an beeindruckt. Losgelassen hat ihn diese Begeisterung bis heute nicht.

Die Sonne scheint ihm ins Gesicht, während er vor dem Haus, nahe dem Hatter Flughafen, sitzt und erzählt: Wie Johnny Cash seine musikalische Richtung prägte, er in Leverkusen die Country-Band „Texas Heat“ gründete, die sich zu einer der bekanntesten ihres Genres entwickelt hat – und wie die Liebe ihn in die Gemeinde Hatten führte. Seine Lebensgefährtin Elisabeth Erlemann ist gebürtige Oldenburgerin, lebt seit 1989 in der Gemeinde Hatten und sitzt neben ihm.

Die gemeinsame Musikleidenschaft führte über die Gründung des Duos Sweet Chili auch zur Neubesetzung der Band Texas Heat, zusammen mit Jens Lükermann (Bass) und Gunnar Olsen (Schlagzeug). Nun stellt die Band beim Konzert in Sandkrug das Tribute-Programm „PureCASH“ vor.

Es ist Teil des Jahres 2018, das unter einem ganz besonderen Motto steht – schließlich gibt es jede Menge zu feiern: Vor 50 Jahren brachte Johnny Cash das Live-Album „At Folsom Prison“ heraus, das 1968 in der Haftanstalt Folsom State Prison in Kalifornien aufgenommen wurde. Außerdem würde Cash in diesem Jahr mit seiner Frau June Carter Cash Goldene Hochzeit feiern. „Vieles hat also mit der 50 zu tun – und das Jahr 1968 gehörte sicher auch zu den erfolgreichsten von Cash“, sagt Bernd Wolf.

Eigene Kompositionen

Der gebürtige Rheinländer freut sich auf das Konzert am 1. Juni in Sandkrug, das gleichzeitig eine CD-Release-Party ist. „Unsere CD wird es vor Ort zu kaufen geben. Der Preis wird dabei etwas unter dem sonstigen Verkaufspreis liegen“, verspricht Wolf.

Darauf enthalten sind elf Songs, acht davon hat Wolf selbst geschrieben. „Old Black Record“ machte 1995 den Anfang. „Damals hat Johnny Cash noch gelebt“, erinnert sich Wolf, der in seinem Song über den amerikanischen Country-Sänger singt und einige Textzeilen nach dessen Tod ändern musste.

Auch viele weitere Lieder aus seiner Feder beschäftigen sich mit Cash. „Ich möchte hier einfach meine Gefühle und Erlebnisse, die ich mit Johnny Cash verbinde, ausdrücken“, erklärt Wolf. Komplettiert wird das Album durch drei Songs, gesungen von Elisabeth Erlemann, geschrieben von Rosanne Cash und Sheryl Crow.

Beim Auftritt in Sandkrug wird das gesamte neue Album im ersten Set gespielt. „Danach gibt es aber auch noch ausgewählte Songs von Johnny Cash“, verspricht Wolf. „Das verschafft Leuten, die vielleicht zum ersten Mal bei einem solchen Konzert sind, auch einen leichteren Zugang.“ So dürfen „Ring of Fire“ oder „I Walk The Line“ beim Auftritt im Sandkruger Kultur- und Seminarhaus nicht fehlen. Außerdem präsentiert Bernd Wolf gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth Erlemann einige der berühmten Duette von Johnny Cash und June Carter Cash.

Durch Europa getourt

Dank der Musik ist Wolf bereits durch ganz Europa gereist. „Ich stand schon in Litauen, Lettland, Dänemark, Österreich und den Niederlanden auf der Bühne“, erzählt er. Dazu gebe es eigentlich jedes Jahr einen Auftritt in der Schweiz. Besonders ist ihm aber ein Besuch in der damaligen DDR im Gedächtnis geblieben. „Während meines Auftritts haben die Zuschauer ihr letztes Kleingeld der DDR-Mark auf den Kopf gehauen, da sie einen Tag später die D-Mark bekommen haben“, erinnert er sich an eine denkwürdige Reise.

Auch wenn Bernd Wolf schon an den verschiedensten Orten aufgetreten ist, gesungen und die Zuschauer mit seiner Musik begeistert hat – einen ganz besonderen Wunsch hat er noch: „Ich würde gerne in diesem Jahr noch einmal in einer Justizvollzugsanstalt auftreten.“ Gespräche habe er bereits geführt. „Vielleicht klappt es ja.“ Das wäre dann genau 50 Jahre nachdem sein großes Vorbild Johnny Cash in der Haftanstalt Folsom State Prison aufgetreten ist. Für Bernd Wolf würde, den Spuren seines Idols folgend, ein riesiger Traum in Erfüllung gehen.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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