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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schneider hat zu wenig Stoff auf der Rolle

09.06.2011

WILDESHAUSEN Bereits seit knapp 40 Jahren schneidert Clemens Rohenkohl aus Holzhausen bei Vechta die Uniformen für die Wildeshauser Schützengilde. Als Schaffer Arne Tschöpe aber kürzlich seinen grünen Rock bestellte, den er ab Pfingstdienstag tragen wird, musste der Schneider beinahe passen: „Es sind nur noch 1,50 Meter auf der Rolle“, so Rohenkohl beim Blick auf den 1,98 Meter großen Tschöpe. Um es vorweg zu nehmen: Es wurde neuer Stoff geordert.

Das ist eine von vielen Geschichten, die Arne Tschöpe in „seinem“ Schafferjahr erlebt hat. Als er das Amt antrat, dachte der 40-jährige, gut Bescheid zu wissen. Vater Gerd Tschöpe ist seit Jahren Schützenbote, Bruder Marco war 2001 Schaffer und sein Onkel, Oberstleutnant Heiner Ahlers, gilt ohnehin als Institution. „Es ist aber etwas anderes, wenn man selbst an der Reihe ist“, meint Arne Tschöpe. „Es gibt doch viele Dinge, die ich vorher nicht kannte.“ Ein Beispiel sei die gewachsene Beziehung zum Musikverein Ergenzingen (Schwaben), der aus Anlass seines 150-jährigen Bestehens Besuch zum Jubiläumsfest bekam.

Im Urlaub an Gilde gedacht

Gemeinsam mit König Lutz Ertelt besuchte Tschöpe im Gildejahr die Geburtstage der Offiziere und weiterer Würdenträger. Als Gastgeschenk gab es einen Aquavit namens „Nichts“. „Die meisten Leute wollen doch, dass wir nichts mitbringen“, sagt er. Die Begegnungen mit den vielen Menschen sei das schönste Geschenk für einen Schaffer. Tschöpe: „Da entstehen richtige Freundschaften.“ Er und seine Frau Melanie (35) seien mit dem Königspaar Lutz und Verena Ertelt „ein super Team“ gewesen. Viele Feiern blieben in Erinnerung. Allerdings bedauert der Geschäftsführer der Bremer „Schmidt’s Bar“, dass er nicht am Schaffermahl teilnehmen konnte. Vor der „fünften Jahreszeit“ in Wildeshausen entspannte Tschöpe noch eine Woche mit Ehefrau Melanie und Sohn Erik (3) beim Türkei-Urlaub. „Aber ich musste ständig an die Gilde denken.“

Als besonders positiv bewertet Tschöpe die Gemeinschaft in der Gilde – selbst beim Arbeitsdienst. „Wir wollen schließlich etwas zusammen bewegen“, sagt er. Intensiv war der Kontakt zur Wache. „Dort gibt es, wie überall in der Gilde, eine fantastische Kameradschaft.“

Säbel vom Pfingstclub

Dank sagt Tschöpe auch den Fähnrichen und ihren Frauen für den Zusammenhalt. „Die helfen alle wahnsinnig viel mit.“ Den neuen eisernen Vogel fürs Königsschießen, von Bernhard Kreienborg geschmiedet, hat er bereits bei der Offiziersversammlung vorgestellt. Sein Pfingstclub, die „Schwarz-Grünen“, will ihm Pfingstheiligabend passend zum grünen Rock einen Säbel mit Gravur schenken. Das Gildefest kann kommen.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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