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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schüler bauen Raum zum Chillen

14.06.2016

Landkreis /Oldenburg Manche sehen von außen ein wenig futuristisch aus. Alle haben aber eines gemeinsam: Ist man erst einmal drin, wird es richtig gemütlich. Den Namen „Chillräume“ tragen sie mit Recht.

„Und das dürfen wir wirklich bauen? Tschakka!“ Auf Begeisterung stieß das Projekt der „Chillräume“ für die Oldenburger Jugendtheatertage, als Kunstlehrerin Nina Gluth es ihrer 10. Klasse an der Graf-Anton-Günther-Schule kürzlich im Unterricht vorstellte.

Platz für zehn Personen

„Temporäre Rückzugsorte“ sollten die Schüler entwerfen, damit die Besucher der Theatertage – meist selbst Jugendliche – Raum für Entspannung, Kommunikation, eben zum „Chillen“ hätten. Nachhaltig sollte der Entwurf sein, vornehmlich aus Recyclingmaterial realisiert werden und möglichst mobil konstruiert sein. In ihrer ästhetischen Erscheinung sollten sich die Räume auf das Gelände der Kaserne Donnerschwee – einen der Spielorte – beziehen und dem Charakter des Festivals gerecht werden.

Landkreisschüler Helfen theatertagen

Die Chillräume können während der Oldenburger Jugendtheatertage vom 11. bis 19. Juni auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Donnerschwee und des heutigen Internationalen Jugendprojektehauses von allen Gästen und Theaterbesuchern genutzt werden.

Realisiert werden konnte das Projekt des Landkreis-Gymnasiums dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Oldenburg, Bereich Kulturelle Bildung.

Natürlich gab es auch funktionale Kriterien: Platz für acht bis zehn Personen sollte jeweils geschaffen werden, Schutz vor Regen und Sonne sowie Sitzmöglichkeiten gegeben sein. Es gab für die Schüler also vielschichtige Aspekte im Entwurf zu berücksichtigen – nicht zuletzt bildete die tatsächliche Realisation des Projektes die größte Motivation und zugleich Herausforderung.

„Dieses Projekt bietet den Schülern die seltene Gelegenheit, den Prozess der Architekturentwicklung bis hin zur baulichen Realisation zu erleben, diese Möglichkeit ist im schulischen Alltag sonst selten gegeben“, kommentiert Nina Gluth. Sie hat das Projekt ins Leben gerufen, um Schülern das Mitwirken am kulturellen Leben der Stadt wie auch das Erleben des Architekturprozesses zu ermöglichen. „Die Jugendtheatertage sind ein wunderbarer Rahmen, hier kommen Jugendliche zusammen und es entstehen Orte kreativen Überflusses, die nun auch in experimenteller Architektur zum Ausdruck kommen“, ist Gluth überzeugt.

Im Handumdrehen wurden gewagte Entwürfe zeichnerisch entwickelt, überarbeitet, verbessert, variiert und auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft. Um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen und individuellen Interessen gerecht zu werden, wurde schon bald in Gruppen gearbeitet – da gab es das Dekorationsteam, die Palettenmöbelgruppe – sowie vier „Baugruppen“, die unterschiedliche Gebäudeformen maßstabsgetreu planten.

Schließlich begann die Materialsuche – da wurden ausgediente Lattenroste auseinander genommen, Heu für Kissenfüllungen genutzt und Kissen-, Stoff- und Palettenspenden dankbar entgegen genommen.

Detailverliebte Arbeiten

Am 8. und 9. Juni war es soweit: In diesen Tagen erfolgte die bauliche Realisierung – die Landkreisschüler durften dabei die Holzwerkstatt des Vereins Jugendkulturarbeit nutzen und wurden von Bühnenbildner Reimer Meyn, Kunstlehrerin Gluth sowie den Kunststudierenden Thilo Arndt und Rilana Schüürhuis engagiert unterstützt. Da wurde gebohrt, gemessen, gesägt und gehämmert – und vieles erprobt, was im schulischen Alltag sonst selten zum Tragen kommt.

Entstanden sind Räume, die den Festivalbesucher staunen lassen: eine „geodätische Kuppel“, gebaut aus Lattenrostlatten, ein Wagen, der an eine Riesenradgondel erinnert, ein zylindrischer Raum sowie eine Zeltkonstruktion. Detailverliebt sind die Räume dekoriert mit selbst genähten Ketten und Bemalungen. Stolz und erschöpft ließen sich die Schüler am Ende der arbeitsintensiven Tage in ihre selbst gebauten Möbel sinken – nun war erstmal Zeit zum Chillen.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
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