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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Heimat: Seit 34 Jahren ziemlich beste Freundinnen

14.04.2016

Falkenburg Das Abschiedsgeschenk, einen Kassettenrekorder, hat sie immer noch. „Wir haben damals immer Kassetten besprochen und nach Bolivien geschickt“, erinnert sich Wiltrud Schauer. Seit 34 Jahren pflegt die Falkenburgerin den Kontakt mit ihrer einstigen Gastschülerin Elisabeth Thomson, meist per Telefon oder dem Messanger-Dienst WhatsApp. Nun ist die inzwischen 52-jährige Südamerikanerin zurück. Schauer hatte sie aus Anlass ihres 85. Geburtstages eingeladen.

„Ich habe mich hier sehr wohl geführt“, erzählt Elisabeth Thomson. Als Austauschschülerin der „deutschen Schule“ ihrer Heimatstadt Santa Cruz war sie 1981 zunächst bei einer Familie in Wehnen (Ammerland) untergebracht; dann ein halbes Jahr lang bei Familie Schauer. „Das passte gut, weil meine Tochter Etta im gleichen Alter ist“, sagt die frühere Lehrerin.

Thomson erinnert sich ans Weihnachtsfest und den Winter in Deutschland. „Ich hatte vorher noch nie Schnee gesehen.“ In ihrer Heimatregion herrscht meist tropisches Klima. Auch ihren 17. Geburtstag feierte sie in Falkenburg. Bei den Schauers durfte sie segeln, sang im Chor plattdeutsche Lieder und lernte Land und Leute schätzen. „Die Deutschen legen viel Wert auf Pünktlichkeit. Wir sind spontaner“, sagt sie. Auch ein anderer Spruch kommt ihr nahezu akzentfrei über die Lippen: „Alles in Ordnung!“

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Nach ihrem Schulabschluss hat Elisabeth Thomson in Argentinien studiert. Mehr als 25 Jahre lang führte sie eine Kinderzahnarzt-Praxis in der Millionenstadt Santa Cruz. Seit drei Jahren ist sie in der Firma ihres Mannes Pablo aktiv, der Desinfektionsmittel für Krankenhäuser vertreibt. Sohn Claudio (18) war ebenfalls schon als Austauschschüler unterwegs – allerdings in den USA.

Eine Woche lang ist Elisabeth Thomson in Falkenburg zu Gast. Bereits am Sonntag ging es zur Buschwindröschenblüte in den Hasbruch. Touren nach Hamburg, Oldenburg und Dötlingen stehen ebenfalls auf dem Programm. „Die Tage sind durchgeplant“, so Wiltrud Schauer. Auch Treffen mit einem früheren Gastgeber, der damals in Elmeloh wohnte, und ehemaligen Mitschülern des Gymnasiums Ganderkesee stehen an. „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein“, sagt die Südamerikanerin immer wieder.

Im Herbst will Wiltrud Schauer gemeinsam mit ihrer Tochter zum Gegenbesuch nach Bolivien reisen. Vor 34 Jahren hatte Elisabeth Thomsen auf der Rückreise in die Heimat übrigens auch ein Buch mit deutschen Kuchenrezepten im Gepäck. „Ich backe daheim manchmal deutschen Apfelkuchen“, lacht sie. Wenn die Schauers kommen, wäre vielleicht wieder eine gute Gelegenheit dazu.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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