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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Spielmannzug hat sein letztes Lied angestimmt

15.10.2016

Ahlhorn Nun ist es offiziell. Der Johanniter Spielmannszug Ahlhorn wird aufgelöst. „Es tut uns wirklich weh und leid, aber der seit Jahren schleichende Prozess der Auflösung war nicht mehr aufzuhalten“, erklärte Pressesprecher Stefan Greiber. Dem Spielmannszug mangele es an Musikern, aber vor allem an verantwortlichen Führungskräften.

Vor mehr als 30 Jahren entstand der Johanniter Spielmannszug in Ahlhorn. Das war im September 1984. Der damalige Landesjugenddezernent Jörg Beumelburg hatte die Idee, einen Musikzug auf die Beine zu stellen. Wir-Gefühl und Präsentation nach außen waren der Antritt.

Vor allem aus dem direkten Umfeld der Ahlhorner Johanniter formierte sich in relativ kurzer Zeit ein Spielmannszug mit 50 Mitgliedern aus verschiedenen Altersstufen. Geprobt wurde im Wohnraum von Beumelburg. Dort konnte mit den inzwischen verstorbenen Mitbegründern Werner Neumann und Erika Kirchgeorg ein Konzept schnell in die Tat umgesetzt werden.

So wurden mit Hilfe von Spenden Musikinstrumente angeschafft. Zum Beispiel spendierte Erika Kirchgeorg die erste Querflöte. Pauke und Marschtrommeln kamen von anderen Vereinen wie dem Ahlhorner Schützenverein hinzu.

Da der private Übungsraum bald zu klein geworden war, stellte die katholische Kirchengemeinde Räumlichkeiten im Pfarrheim bereit, bis schließlich mit einem Anstieg auf 60 Musiker ein Umzug ins Jugendhaus der Johanniter an der Königsberger Straße notwendig wurde.

Ob beim Tag der Niedersachsen, bei Tagen der offenen Tür, in Großenknetens Partnergemeinde Evergem, beim Gildefest in Wildeshausen oder beim Umzug zum Oldenburger Kramermarkt: An vielen Orten hat der Spielmannszug seine Visitenkarte hinterlassen. „Es ist schon etwas schmerzlich, wenn man diese Hintergründe kennt und der Spielmannszug dann nicht mehr beim Kramermarkt-Umzug zu sehen ist“, sagte Greiber.

Viele werden sich noch an die ereignisreichen 80er- und 90er-Jahre erinnern, als die Musiker mit Uniformen und neuen Instrumenten auftraten. Ab 2010 nahm das Interesse aber stetig ab. Nachwuchs und vor allem eine Leitung fehlten, auch der Platz zum Üben. Inzwischen sind viele der damaligen Spielmannszugmitglieder in andere Aufgaben eingebunden. Falls sich doch jemand findet, der die Leitung verantwortungsvoll übernehmen möchte, so Greiber, werde sich aber sicherlich ein Weg finden, ließ er eine Hintertür offen.

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