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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Stadt von bester Seite gezeigt“

18.05.2011

ERGENZINGEN „Nordlichter pflegen die Freundschaft“ titelte die örtliche Tageszeitung, der „Schwarzwälder Bote“. Mit einer starken Abordnung waren das Musikkorps Wittekind, der Spielmannszug und eine Abordnung der Schützengilde bei der Festveranstaltung zum 150-jährigen Bestehen des Musikvereins Ergenzingen in Rottenburg am Neckar im Einsatz. Mit zwei Bussen legen die in Schwaben bestens bekannten Gäste die rund 650 Autobahnkilometer zurück, um beim Großen Zapfenstreich und dem Jubiläumsumzug mitzuwirken.

„Das war eine sehr schöne Veranstaltung“, lobte Jörn Ahlers, Fähnrich der Gilde, die Gastfreundschaft der Schwaben. Die Gilde war mit zehn Offizieren, dem Tambourkorps, vier Mitgliedern der Königskompanie und mehreren Schwarzröcken angereist. Ahlers zufolge war das Jubiläumsfest rein ehrenamtlich organisiert worden. „Das ganze Dorf packte mit an.“ Selbst das riesige Zelt hatte der Musikverein selbst aufgestellt.

Mehr als 1000 Musiker

Nach der zehnstündigen Anreise am Freitag ging es für das Musikkorps unter Leitung von Ingo Poth erst einmal nach Rottenburg am Neckar, um dort in der Innenstadt ein paar Musikstücke zu spielen. Anschließend fuhren die Musiker nach Ergenzingen, berichtete Marion Klostermann vom Musikkorps. Auf dem Sportplatz des TuS Ergenzingen präsentierten die Wildeshauser Musikzüge gemeinsam mit der Gilde den Großen Zapfenstreich. Das Kommando hatte Major Andreas Tangemann. „Das ist sehr gut angekommen“, so Jörn Ahlers, „Wildeshausen hat sich von seiner besten Seite gezeigt.“

„Die anschließende Feier im Festzelt wurde dann gerne von den Musikern genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen. So traf man nicht nur Musiker aus Ergenzingen, sondern ebenfalls Kollegen aus der Schweiz, aus Tübingen und Reutlingen“, berichtete Klostermann. Heiner Ahlers, Oberstleutnant der Gilde, lobt das fachkundige Publikum. „Beim Zapfenstreich war es mucksmäuschenstill.“

Am großen Festumzug am Sonntag in Ergenzingen beteiligten sich 42 Vereine mit mehr als 1000 Aktiven. Natürlich marschierten auch die Wildeshauser mit. „Jedes Dorf hat dort ein Blasorchester“, so Ahlers, „einfach unglaublich.“ Dem Fähnrich gefiel auch der Auftritt der Nachwuchsmusiker. Zu den Höhepunkten des Sonntags gehörte ein Konzert mit 1000 Musikern. Sie spielten vier Stücke; und zum Abschluss die Nationalhymne.

Kontakte seit 30 Jahren

Die Musikgruppen aus Wildeshausen und Ergenzingen kennen sich schon seit mehr als 30 Jahren. Die Kontakte entstanden zufällig; in diesem Fall 1973 bei einem Weinfest an der Mosel. 1975 besuchten dann „vier lustige Schwaben“ dann Wildeshausen. Die Zahl der musikalischen Gäste wuchs stets. In den 1980er- und 90er-Jahren trat man in größerer Besetzung beim Gildefest auf. Gegenbesuche folgten regelmäßig. So waren Spielmannszug, Musikkorps und Gilde auch 2002 beim Neckarfest vertreten. Mit zünftiger Blasmusik klang am Montagabend das Fest in Ergenzingen aus. An die Fahrt werde man sich noch lange erinnern, meinte Klostermann.

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