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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Alte Bäume als Standortvorteil

28.07.2018

Steinkimmen „Haben Sie das gemacht?“, ruft ein Camper Walter Stupp zu und auf das Nicken des Künstlers streckt ihm der Mann seinen Daumen entgegen und fügt an: „Tolle Sache!“

Wer auf dem Campingplatz am Falkensteinsee die Straße zum Seehuus entlanggeht oder -fährt, dem springt sie unweigerlich ins Auge, die Holzskulptur, die Stupp dort geschaffen hat. Der 58-Jährige hat seine Arbeit Campingpark-Betreiber Rik Geiger zum 50. Geburtstag geschenkt, nachdem Letzterer nach einem Verwendungszweck für eine zerstörte Kastanie gesucht hatte.

„Wir waren in Ägypten im Urlaub als wir erfuhren, dass ein Sturm mehrere Bäume abgeknickt hatte“, erinnert sich Geiger an den vorigen Herbst. Ein Großteil sei zu diesem Zeitpunkt bereits abgesägt und beseitigt gewesen. „Aber die Kastanie konnten wir zum Glück noch retten!“

Er hätte sich auch vorstellen können, den nun kronenlosen Baumstamm zu einer Lampe oder Ähnlichem umzufunktionieren – nur stehenbleiben sollte der Baumrest, der nur wenige Meter vom Seeufer entfernt ist. Da traf es sich gut, dass mit Walter Stupp ein Holzbildhauer auf dem Platz lebt. Wann immer es sein angeschlagener Gesundheitszustand zuließ, arbeitete der gelernte Tischler mit Stecheisen und Schlagholz an der Skulptur, deren Kernelement ein Laubfrosch ist. Als der Baumstumpf im Frühjahr wieder austrieb, legte Stupp das Wurzelwerk frei – und fand im Erdreich ein weiteres Naturkunstwerk vor. „Ich war einfach neugierig, wie es da unten aussieht“, sagt der Künstler.

Geiger ließ die Zwischenräume der Wurzeln mit grobem Kies auffüllen und von außen mit einer kleinen Natursteinmauer einfrieden. Sein Ziel ist es, möglichst viel vom alten Baumbestand auf dem Campingplatz zu erhalten. „Ich möchte keinen statischen Platz, wie es ihn überall gibt“, sagt der Betreiber. Auch in den Kinderspielbereichen habe er sich für Wälle anstelle von Zäunen entschieden, um den Eindruck einen Käfigs zu vermeiden. Bei Baumaßnahmen setzt er auf natürliche Materialien: „Wir bauen nach Möglichkeit alles aus Holz. Das ist ein Rohstoff, der zum Verbrennen einfach zu schade ist“, findet Geiger.

Auch im sechsten Jahr als Platz-Betreiber haben er und seine Frau Rieke Meiners noch viele Ideen, um für neue Gäste attraktiv zu werden. 55 000 Übernachtungen hatten sie im vorigen Jahr, jetzt in der Ferienzeit ist der Platz voll belegt. Kapazitäten gibt es noch südlich und nördlich des Sees. Die vorhandene Wiese im Süden wollen die Betreiber als Veranstaltungsfläche und als Domizil für große Zeltlager etablieren. Auf der Hundesport-Wiese soll eine 40 mal 60 Meter große Trainingshalle entstehen, die auch für Konzerte, Märkte und andere Veranstaltungen genutzt werden könnte. Nach Geigers Plänen soll die Halle 2020 stehen – allerdings steht die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal noch aus.

Eine mögliche Erweiterungsfläche ist derzeit noch Maisfeld. Hier stellt sich Geiger Ferienhäuser und Flächen für Mobile Homes vor. Auch Stellplätze für bis zu 18 Tonnen schwere Wohnmobile sollen entstehen. „Es gibt bislang nur wenige Plätze, die diese Fahrzeuge aufnehmen können“, sagt Geiger. Auch am nördlichen Ende des Platzes, zum Alten Postweg hin, wird es noch Veränderungen geben: Hier sehen die Betreiber Holzhäuser oder so genannte Safarizelte, weitere Wohnmobilstellplätze und einen Parkplatz vor.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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