• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Konzert In Stenum: Singen im Freien kommt gut an

20.07.2020

Stenum /Ganderkesee Wenn Schlager wie „Atemlos“ und „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ vor einem Kirchengebäude gesungen werden, muss es einen besonderen Anlass geben. Und zwar ein Mitsingkonzert mit dem Duo „Only Sing“: Martin Kütemeyer und Johannes Kretzschmar-Strömer stimmten am Freitagabend vor dem Timotheus-Haus in Stenum ein bekanntes Lied nach dem anderen an.

Allerdings brauchten die rund 70 Besucher etwas Ermunterung. Doch mit humorvollen Sprüchen brachte Kütemeyer das Publikum zum Mitmachen. Schließlich standen sogar einige Frauen auf und tanzten zur Gitarrenmusik.

Vor dem Timotheus-Haus waren Stühle aufgestellt. Paare, Familien und Personen aus zwei Haushalten durften nebeneinander Platz nehmen. Außerdem hatte Pastorin Julia Klein ihre Konfirmanden zum Helfen verpflichtet. Sie verkauften Getränke in Flaschen und hielten die Namen der Besucher fest. Die meisten Ehrenamtlichen seien älter und würden zur Risikogruppe gehören, erläuterte die Pastorin.

Für viele Besucher war es die erste Veranstaltung nach dem Lockdown: „Die Leute haben sich darauf gefreut“, sagte Julia Klein. „Ich glaube, viele haben Sehnsucht danach, sich zu sehen.“ Doch dass man in Stenum Freude am Singen hatte, gefiel offenbar nicht jedem: Als die beiden Musiker ihr letztes Stück spielten, kam ein freundlicher Polizist und berichtete, dass es eine Beschwerde gegeben habe.

Möglicherweise kann ohnehin bald wieder drinnen gesungen werden. Pastorin Susanne Bruns äußerte kürzlich bei einem Pressegespräch die Hoffnung, dass die Vorgaben für das Singen in Gottesdiensten bereits zu Anfang August, wenn ihre Konfirmandengruppen eingesegnet werden, geändert werden.

Bis es soweit ist, wird in allen Pfarrbezirken der ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee draußen gesungen. Der Bookholzberger Pastor Hannes Koch etwa ist in der Corona-Zeit dazu übergegangen, nach seinen Gottesdiensten mit der Gemeinde vor die Auferstehungskirche zu gehen und dort ein Lied zu Gitarrenbegleitung anzustimmen. Diesen Brauch hat Julia Klein übernommen. Hier ersetze allerdings ein Keyboard die Gitarre. Das Singen fehle im Gottesdienst, sagte die Pastorin. „Es ist eine Möglichkeit, aktiv teilzunehmen und mit Gott in Kontakt zu kommen.“

Auch in der Ganderkeseer Kirche St. Cyprian und Cornelius haben in den vergangenen Wochen nur einzelne Sänger aus den Chören von Kreiskantor Thorsten Ahlrichs solistisch gesungen. Gottesdienste finden jedoch – sofern das Wetter dies zulässt – nun regelmäßig im Pfarrgarten statt, so dass auch der Gemeindegesang möglich ist.

Antje Rickmeier Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2740
Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2745
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.