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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Stolz auf die Gemeinschaft

12.03.2011

HURREL Ein großes Wiesenrund Am Brink, direkt daneben das Bushaltehäuschen und Bauernhöfe. Einige hundert Meter weiter sieht der Besucher hinter einem Wäldchen die sich drehenden Rotoren im dorfeigenen Windpark. Wer hier steht, befindet sich auf dem Hurreler Dorfplatz, dem Mittelpunkt der Bauerschaft. Beziehungsweise einem von zweien. Denn nur wenige Meter weiter liegt die Gaststätte Mehrings. Und die ist als Treffpunkt für die Hurreler mindestens genauso wichtig.

Inhaberin Ursel Mehrings wuselt durch die Gaststube, als die Frau und zwei Männer den Raum betreten: Marlies Pape vom Arbeitskreis Dorferneuerung, Bezirksvorsteher Uwe Ramke und Wilfried Wieting, stellvertretender Vorsitzender von Schützenverein und Landvolk. Man kennt sich schon lange, und dementsprechend locker fällt die Begrüßung auf Plattdeutsch aus. Die drei lassen sich an einem der Holztische im Schankraum nieder. An der Wand dahinter hängen eingerahmte Urkunden – für die erfolgreiche Teilnahme an mehreren Dorfwettbewerben. Die älteste stammt aus dem Jahr 1976, damals erreichte Hurrel den vierten Platz beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Irgendwann war in den vergangenen Jahren einmal der Vorschlag aufgetaucht, ein Dorfgemeinschaftshaus in Hurrel zu bauen. „Aber darauf haben wir verzichtet“, erklärt Marlies Pape, „um die Gaststätte zu stärken“. Zusammenhalt wird schließlich groß geschrieben in der Dorfgemeinschaft – das sagt auch Wilfried Wieting auf die Frage, was charakteristisch sei für Hurrel. Und Uwe Ramke ergänzt: „Alle kommen gut miteinander aus.“

Dass sie stolz auf ihr Dorf und dessen Gemeinschaft sind, merkt man, wenn sie aufzählen, was es in Hurrel alles gibt, und was die Bürger zusammen auf die Beine stellen. Die Liste ist lang, denn schließlich seien „hier alle sehr engagiert“, findet Pape. Unterschriftensammlungen für den Breitbandausbau, das Einrichten eines Insektenhotels, Grillfeste, Kinder-, Aufräum- und Müllsammelaktionen, Maibaumsetzen, Osterfeuer, ein reges Vereinsleben. Und bei besonderen Anlässen treten schon einmal vier Jahre alte Kinder gemeinsam mit 20-Jährigen aus dem Dorf auf und führen Tänze vor. Kunst und Kultur gebe es in Person vom Hurreler Maler Werner Ganteföhr oder auf dem Burgmannshof, heißt es weiter. Das Seminarhaus Lichtblick bietet unter anderem Yoga- und Meditationskurse an. Und nicht zu vergessen die Gaststätte Mehrings: „Eine Gaststätte mit einem eigenen Dorfladen hat ja nicht jeder“, scherzt Pape, „da sind wir stolz drauf.“

Aktuell steckt die Bauerschaft in der Dorferneuerung, auf dem Wunschzettel der Hurreler steht unter anderem ein landwirtschaftlicher Lehrpfad. Am Mittwoch hatte zudem der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt der Kostenschätzung der Dorferneuerung für Hurrel, Altmoorhausen, Hemmelsberg und Lintel zugestimmt (die NWZ  berichtete). Laut Ramke ganz oben auf der Liste: die Umgestaltung des Dorfplatzes. „Die jetzige Form des Brinks ist schon etwas in die Jahre gekommen“, erklärt Wieting. „Und er ist unsere Anlaufstelle.“

Der Brink, das ist ein Stück Tradition in Hurrel. Nur wenig weiter steht der Windpark, ein Stück Zukunft. Und Hurrel will beidem gerecht werden. Das zeige ja auch der Titel, den die Bauerschaft seit dem gleichnamigen Wettbewerb trägt, sagt Wieting: „Unser Dorf hat Zukunft.“

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