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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Literatur: Er holt Mythen in die Gegenwart

16.02.2021

Streekermoor Hobbits sind klein und eher schwach, haben eigentlich keine Chance, aber geben dennoch nicht auf. So in etwa beschreibt J.R.R. Tolkien das friedliebende Volk in seinem monumentalen Werk „Herr der Ringe“.

Tolkien war beeindruckt von den altnordischen Mythen um Thor und Odin und wie dort davon erzählt wird, dass die Götter trotz sicher bevorstehender Niederlage kämpfen. Und er ärgerte sich, dass die Nationalsozialisten diese alten Geschichten für ihre Ideologie benutzt und so besudelt hatten. Deshalb erschuf er die Hobbits, die so ganz anders waren.

Ähnlich begeistert von Mythen und Literatur ist Holger Vos aus Holger Vos (41) aus Streekermoor. Der Lehrer für Deutsch und Sport an der Helene-Lange-Schule – und langjährige Kampfsportler – hat sich schon während seines Studiums für Tolkiens Werk interessiert. In seiner Examensarbeit, die er nachträglich wegen der positiven Resonanz zu einem 216 Seiten starken Buch „Die Weltdeutung im Silmarillion“ ausgearbeitet hat, untersucht er u.a. die Bezüge zu altnordischen Mythen und Märchen.

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Gut und Böse

Doch Holger Vos ist nicht nur literaturwissenschaftlich an fantastischer Literatur interessiert. Der 41-Jährige schreibt selbst: Ende Oktober erscheint sein Buch „Das Dunkel ist nicht leer“ (Alea Libris Verlag, Wannweil). Leben und Tod, Schuld und Unschuld, Gut und Böse, auf 148 Seiten verhandelt der Streekermoorer die großen menschlichen Themen in 15 Geschichten und zwei Gedichten. Was kommt nach dem Tod, lautet eine der Fragen. Für Antworten greift er auf die griechische Mythologie zurück, versetzt sie – spannend erzählt – in die heutige Zeit.

Schon als Heranwachsender liebte es Holger Vos, fantastische, märchenhafte Bücher zu lesen. Tolkiens imposante Erzählwelten seien so etwas wie ein „Türöffner“ gewesen, sagt er. Hat er einen Tipp, wenn es nicht gleich solch ein monumentales Stück Literatur sein soll? „Die Wintersommerwende“ von Susan Cooper, schlägt er vor – da muss er nicht lange nachdenken.

„Das Dunkel ist nicht leer“

Als Taschenbuch: 12,90 Euro, 148 Seiten; Verlag: Alea Libris Verlag (Nova MD); Erstauflage erscheint voraussichtlich Ende Oktober 2019; ISBN-10: 3964434345; ISBN-13: 978-3964434340

Als E-Book: 5,99 Euro; zum Beispiel bei Amazon; ASIN: B07TLMB6MY

Seine ersten eigenen Gehversuche als Autor hat er bereits während der Schulzeit in Nordhorn (Grafschaft Bentheim) am technischen Gymnasium unternommen. Später begleitete ihn das Schreiben während seines Studiums an den Universitäten Salzburg und Vechta. Während des Referendariats, das er 2009 abschloss, blieb kaum Zeit, aber nun arbeitet er wieder regelmäßig an seinen Erzählungen – wenn es sich ergibt, ein bis zwei Stunden nachmittags am Notebook. „Die Ideen habe ich meistens schon im Kopf, die Protagonisten entwickeln sich dann weiter, häufig nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung“, erklärt er den kreativen Prozess. Wenn es gut läuft, schafft er eine Seite pro Tag, manchmal dauert es auch länger. „Es gibt Zeiten, da geht nichts, dann braucht man Geduld.“

In Streekermoor, wo er mit seiner Frau Anke und zwei Töchtern (11/13) wohnt, hat seine Leidenschaft bereits abgefärbt. Beide Töchter verfassen auch Geschichten, eine der Älteren ist erst kürzlich in einer Sammlung veröffentlicht worden.

Geschichten wachsen

„Für mich fühlt es sich nicht nur nach Hobby an. Ich merke, dass ich es brauche, wenn ich längere Zeit nichts zu Papier gebracht habe“, erzählt Holger Vos. Konkrete Pläne für einen großen Roman hat er noch nicht, aber: „Ich merke schon, dass ich immer mehr Platz für meine Geschichten brauche“, sagt er. Bereits in der Schublade hat er „etwas Novellenartiges“ liegen, außerdem zwei, drei Ideen im Blick. So wird „Das Dunkel ist nicht leer“ sicher nicht sein letztes Buch bleiben. Vielleicht ergeht es seinen Lesern ja genauso wie ihm, als er „Arthurs letzter Schwur“ (Bernard Cornwell) bis zur letzten Zeile verschlungen hatte. „Ich war richtig traurig, als ich das Buch schließen musste.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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