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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Theater: Strippenzieher hinter den Kulissen

18.02.2016

Hude An der Stieglitzstraße in Hude herrscht Pampa Blues. Nicht, weil Hartmut und Annegret Peters die Decke auf den Kopf fällt, und auch nicht, weil sie Hude für die Pampa halten – nein, die zwei sind aktiv an dem neuen Theaterstück der August-Hinrichs-Bühne beteiligt. Annegret Peters übernimmt die Regie­assistenz, und Hartmut Peters ist für die Requisiten zuständig. Und das Stück heißt „Pampa Blues“.

Mitten in der Pampa – in einem kleinen Dörfchen namens Wingroden – wohnt Ben Schilling (Thorge Cramer). Seine Mutter tourt mit ihrer Jazzband durch Europa und hofft auf den großen Durchbruch. Sein Vater kam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Das heißt, dass jetzt Ben alle Verantwortung für seinen Großvater Karl (Dieterfritz Arning) hat. Und Opa Karl ist dement.

Ben kann seinen Opa nicht im Stich lassen, träumt aber von Afrika. In der Realität, bleibt ihm nichts anderes als in Wingroden den Blues zu schieben – Pampa Blues.

„Das ist das Tolle an der Augsut-Hinrichs-Bühne: Wir können eine große Altersspanne abdecken“, erzählt Annegret Peters. Die August-Hinrichs-Bühne ist am Staatstheater in Oldenburg angeschlossen. Die Laienschauspieler spielen im Kleinen Haus. Und dass sie Amateure sind, ist ein Vorteil. Thorge Cramer ist 19 Jahre alt, sein „Opa“ Dieterfritz Arning 76. Wo sonst gibt es so verschieden alte Profis in einer Theater-Compagnie?

Nicht alle 60 Mitglieder der August-Hinrichs-Bühne stehen auf der Bühne, auch hinter den Kulissen gibt es während einer Produktion jede Menge zu tun. Hartmut Peters sorgt in der Requisite dafür, dass alles da ist, womit die Schauspieler arbeiten müssen. Das kann auch schon einmal heißen, warme Pizzas zu liefern oder unendlich lange Ketten aus Dosenlaschen aufzufädeln, wenn es denn so im Skript steht.

Annegret Peters’ Aufgabe in der Regieassistenz ist es, dem Regisseur zuzuarbeiten. Sie liest vorab schon einmal die hochdeutsche Fassung des Stückes, das sie in Angriff nehmen, spricht die Texte mit den Dramaturgen durch, übernimmt einzelne Proben und Verwaltungsarbeiten.

Zum Teil werden die Amateurschauspieler von professioneller Hand angeleitet, so ist es immer ein Profiregisseur mit dem die August-Hinrichs-Bühne arbeitet. „Das ist natürlich ein Privileg“, sagt Annegret Peters. Regie führt bei Pampa Blues Michael Uhl. Das Stück ist von Rolf Lappert.

Die 62-Jährige ist schon seit langer Zeit bei der Theatergruppe. 1998 trat sie in den Verein ein, spielte in verschiedenen Produktionen mit, bevor sie sich vermehrt Aufgaben hinter der Bühne und im Vorstand zuwandte. Ihr Mann Hartmut Peters (66) war sozusagen mitgefangen, mitgehangen. Denn Vereinsarbeit in der August-Hinrichs-Bühne ist keine halbe Sache. „Acht bis neun Wochen vor dem Stück fangen wir mit den neuen Proben an. Jeden Abend unter der Woche von 19 bis 22 Uhr, manchmal auch am Wochenende“, sagt Annegret Peters. Viel Zeit bleibt da neben dem Beruf nicht mehr. Also haben die Zwei es zu ihrem gemeinsamen Hobby gemacht. „Wobei es mehr ist als ein Hobby“, da sind sich die Peters einig.

Aber für alle ist die Begeisterung des Publikums, Lohn und Lob. Egal ob auf oder hinter der Bühne.

 Pampa Blues ist am Sonntag, 21. Februar, um 15 Uhr im Kleinen Haus im Staatstheater zu sehen.

Lina Brunnée Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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