• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

AUSSTELLUNG: Tabakqualm verdunkelt Bilder

16.10.2006

VIELSTEDT Die dritte Fischbeck-Ausstellung wurde im „Bauernhaus“ eröffnet. Die Gemälde stammen aus dem Besitz der Gastwirtsfamilie Strackerjan.

Von Benno Hespe VIELSTEDT - Wie schon vor drei Wochen in der Volksbank Bookholzberg und eine Woche später in Hude wurde jetzt auch im „Vielstedter Bauernhaus“ eine Ausstellung zum Gedenken an den 140. Geburtstag des Landschaftsmalers Ludwig Fischbeck eröffnet. Die Gaststätte schmücken einige großformatige Ölbilder des 1866 in Oldenburg geborenen und im Alter von 88 Jahren verstorbenen Künstlers, aber auch Radierungen und Bleistiftzeichnungen sind zu bewundern.

Auch diese Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk der „Freunde des Hasbruchs“ und der Regio-VHS Ganderkesee-Hude. Wie die Vorsitzende der Hasbruch-Freunde, Erika Roselius, ausführte, habe man sich vor Anrufen, auch von außerhalb, kaum retten können, als man vor einigen Monaten darum gebeten habe, Bilder aus Privatbesitz für Ausstellungszwecke zur Verfügung zu stellen.

Die Bilder seien häufig durch Erbschaften oder Schenkungen in die Häuser nicht nur rund um den Hasbruch gekommen. Man sei überrascht gewesen, wie viele von Fischbecks Werken ausfindig gemacht werden konnten. Der Künstler habe sich hauptsächlich mit dem Hasbruch beschäftigt. So sei es kein Wunder, dass die Eiche zu den Lieblingsmotiven der mit Goldrahmen verzierten Gemälde gehöre.

Fischbeck habe seine stimmungsvollen Motive mit den charakteristischen Lichtverhältnissen zu den unterschiedlichsten Jahres- und Tageszeiten mit dem Pinsel gemalt. Viele seiner Bilder seien im Auftrage von Bauern entstanden. Wenn er dafür mal wieder Geld bekommen habe, so Roselius, habe er bei seinen Freunden die Schulden begleichen können. Bei den Werken handele es sich durchweg um dunkle Bilder. Sie seien im Laufe der Jahre nachgedunkelt – auch deshalb, weil Opa so viel in der Stube geraucht habe.

Bürgermeister Axel Jahnz dankte allen, die Arbeiten des mit der Region verbundenen Künstlers zur Verfügung gestellt hätten. (Die Bilder im „Vielstedter Bauernhaus“ stammen übrigens aus dem Besitz der Gastwirtsfamilie Strackerjan.) Jahnz weiter: „Wir dürfen froh sein, dass wird diesen Künstler hatten“. In ihm sähe er auch den Ökologen.

Ludwig Fischbeck, der ab 1890 vier Semester an der Münchener Akademie studierte, kehrte 1893 in seine Heimatstadt Oldenburg zurück und war dann gegenüber dem Schloss als Vergolder und Maler tätig. Von 1906 an war er Hofkunsthändler von Großherzog Friedrich August. Im Jahre 1919 verkaufte er sein Geschäft und zog an den Nordostrand des Hasbruchs nach Hohenböken. In einem Grußwort, das Krimhild Stöver verlas, würdigte der Direktor des Oldenburger Stadtmuseums, Professor Ewald Gässler, Leben und Wirken des Künstlers.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.