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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Theater lässt Puppen tanzen

27.01.2015

Wildeshausen „Ich will meine Seele tauchen…..“ haben Regisseur und Schauspieler Pavel Möller-Lück und das Ensemble des Theater Laboratoriums die Auseinandersetzung mit dem Leben von Clara (geborene Wieck) und Robert Schumann überschrieben. Eine Überschrift, die sich am gleichnamigen Heinrich- Heine-Gedicht orientiert. Ein Titel und zugleich eine Aufführung, die am Sonntagabend im Forum des Gymnasiums Wildeshausen für volle Sitzreihen sorgte und den Auftakt des Kulturkreis-Programmes im neuen Jahr darstellte.

Ein kultureller Leckerbissen, auf den sich Kulturkreismitglieder und Freunde anspruchsvoller Theaterkunst zum Jahresauftakt gleichermaßen freuten, ist doch das Theater Laboratorium aus Oldenburg von anderen Auftritten in der Kreisstadt bestens bekannt und steht für seine gezielte und scharfe Darstellungskunst.

Kulturkreismitglied Gudrun Michler führte eingangs in die Vita und die schicksalsgeprägte Beziehung der beiden Künstlerpersönlichkeiten ein. Eine Liebe, die sich dem Einfluss durch finanzielle Sorgen, Misserfolge, Ablehnung, Krankheit, aber auch Aufopferung nicht entziehen kann. Aber auch eine Verbindung, die musikhistorisch ohne weiteres Beispiel ist. Die Aufführung entführt in die Zeit der Romantik und in die Abgründe menschlicher Tiefen. Ein Blick in das Leben von Clara (1819-1896) und Robert Schumann (1810-1856) und eine spannende Reise durch Kultur und Musik.

Das Publikum sparte am Ende der Vorstellung nicht mit Applaus und zeigte sich von der schaustellerischen Qualität der Mitwirkenden wie Barbara Schmitz-Lenders, Pavel Möller-Lück, Jonathan Went, Markus Wulf, Beatrice Bader und Janosch Dannemann sowie Regieassistenz Anja Hursie und für die Figuren Mechthild Nienaber, Beatrice Bader begeistert.

In der Inszenierung, die erstmals 2012 zu sehen war, gibt es allerlei Details wie zum Beispiel ein Dutzend Puppen. Mit ihnen gelingt es, Clara und ihre Lebensschritte darzustellen, unter anderem als zwölfjähriges Wunderkind am Flügel. Dazu ein Zimmer im Biedermeier-Puppenhaus, in dem die acht Kinder geboren werden. Oder ein Seil als Notenlinien, gespannt über die Bühne, an denen in den guten Ehejahren Liebesbriefe, aber auch Notenblätter hängen. Schließlich verstricken sich die Puppen in dem Linienkonstrukt zum Ende des Stücks. Dieses Bild steht dabei Symbolhaft für den Gemütszustand Robert Schumanns.

Eine gelungene Aufführung, die fesselte, Musik und Leben der Schumanns zeigte und das Publikum im Forum des Gymnasiums Wildeshausen ergriff.

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