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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Tiere liegen Malerin besonders am Herzen

27.02.2017

Dötlingen Swanny Beukema und ihre Tiere: Das ist eine Geschichte, die sich bis heute wie ein roter Faden durch ihr Sein zieht. 1962 kam sie in dem kleinen niederländischen Dorf Undendemdam zur Welt. Mit fünf Jahren half sie bei den Tieren, entdeckte den Ausdruck und das Wesen der vierbeinigen Begleiter. Später lernte sie ihren Partner Theo Leijdekkers im Atelier in Amsterdam kennen. Der führte sie in die Maltechniken ein. Heute präsentiert sich die sympathische Niederländerin als Tiermalerin mit einer Ausstellung in der Galerie in Dötlingen. Erwähnt sei, dass daneben auch Skulpturen von Ule Ewelt und Holzschnitte von Sabine Schnier zu sehen sind.

Anne Hollmann und Gertje Kollmann führten am Sonntag in die neue Ausstellung ein. Mit einem Gedicht von Jürgen Wagner – „Der Mangel der Tiere“ – beschrieb Kollmann wohl viele Gedanken, die Swanny Beukema mit ihren Motiv-Lieblingen verbindet. Schafe, Pferde, Hunde, Hühner, Kühe. „Die Tiere liegen ihr am Herzen“, sagte die Galeristin. Damit habe sich die Künstlerin wieder ihren Tier-Motiven zugewandt, die sie auch gerne mal in der Nachbarschaft findet. Beukema stellte schon einmal in der Galerie aus: damals Portraits über vergessene Kinder und besondere Menschen.

Auch wenn jetzt wieder Tiere die Motive sind, ist doch eine Wandlung in den Arbeiten der Niederländerin festzustellen. Es ist nicht nur die heile Tierwelt, der sich Beukema annimmt. Auch das Thema Wolf hat sie in einem großformatigen Werk aufgegriffen. Zugleich zeigt sie ein dunkel gehaltenes, geheimnisvolles Kleinformat, in dem der Wolf als großes starkes Wesen zu sehen ist, aber auch im übertragenen Sinne als Tier, das Wild und Nutzvieh reißt. „Das ist ein heikles Thema. Auch bei uns“, meinte die niederländische Tiermalerin.

Daneben hat sie sich bei Rubens und van Dyck bedient. Ausschnitte aus Werken der bekannten Maler hat sie als Pferdekopf oder arbeitenden Jagdhund neu interpretiert. „Ich habe dabei mit den Farben gekämpft, sie versucht stark einzubauen, um Kon­traste darzustellen.“

Theo Leijdekkers war diesmal nicht mitgekommen. „Er passt auf unsere zwei Hunde auf“, schmunzelte Beukema, die ihr Glück so definiert. „Wenn wir im Sommer im Zelt am Haus übernachten, Theo auf der einen Seite schnarcht und Hund Pelle auf der anderen, dann bin ich glücklich.“

Die Ausstellung geht bis zum 17. April.