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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

KULTURSCHATZ: Tolles Beispiel dörflicher Gemeinschaft

14.07.2008

HOLZHAUSEN Schmucker, neuer und als ein Zeichen von dörflicher Gemeinschaft präsentiert sich der wieder aufgebaute Schafkoben in Holzhausen.

Mit einer feierlichen Einweihung würdigten auf Einladung des Heimatvereins Düngstrup am Sonnabendabend gut 150 erschienenen Gäste, darunter Landrat Frank Eger, Wildeshausens stellvertretende Bürgermeisterin Christa Plate sowie Dorfbewohner und vor allem zahlreiche Helfer und Sponsoren den Wiederaufbau nach der Feuersbrunst vor einem Jahr und damit den Erhalt eines Stückes Kulturgeschichte in der Wildeshauser Geest.

Als das Entsetzen über den Niederbrand verflogen war, gab es nur ein Ziel: den Wiederaufbau und damit die Erhaltung des Kulturschatzes, der Sinnbild für die Holzhauser Heide ist.

„Das, was hier geleistet worden ist, kann nur als beispielhaft bezeichnet werden“, erklärte Landrat Eger. Ein gutes Zeichen, wenn es noch Vereine im Landkreis gebe, die nicht erst schreien, sondern gleich handeln würden. „Davon können sich andere Heimatvereine in unserem Landkreis eine Scheibe abschneiden“, sagte Eger und spendierte sogleich 30 Liter Freibier.

Zuvor hatte Bürgermeisterin Christa Plate erklärt, dass es gut sei, einen solchen Kulturschatz wieder aufzubauen. „Das hier ist unsere Heimat. Hier hat alles angefangen in der Quadratmeile unserer Urgeschichte.“

Heimatvereins-Vorsitzender Hans-Günter Voß erinnerte an die Anfänge und den Bau des Schafkobens, der 1931 am 12. Juli von 14 Mitgliedern eingeweiht worden sei. 1999 wurden Dach und Giebel erneuert. „100 Jahre hätte der Schafstall ohne weiteres noch alt werden können“, so Voß.

Hergen Stolle, Enkel des damaligen Schafkobenstifters Otto Stolle und Wildeshauser Ratsherr, erklärte in seiner Ansprache, dass exakt auf dem alten Fundament der neue (alte) Schafstall mit einer Grundfläche von sechs mal acht Metern errichtet worden ist. „Der neue Koben unterscheidet sich vom alten lediglich dadurch, dass er einen kleinen Kniestock hat, um eine angenehmere Kopfhöhe beim Sitzen am Rand zu erzielen.“ Dazu kam ein Stromanschluss.

Stolle weiter: „Ein wenig stolz macht es mich, dass dieser Bau durch eine tolle Spendenbereitschaft ermöglicht wurde. Alle haben an einem Strang gezogen.“

Stolle unterzeichnete vor einigen Tagen eine „Grundbuchliche Dienstbarkeit“ als Zeichen dafür, dass seine Familie die Fläche dem Heimatverein auch künftig zur Verfügung stellt. Bislang gab es darüber nur mündliche Absprachen.

Unter den Klängen des Jagdhornbläsercorps Wildeshausen und Tanzdarbietungen der Landfrauen Wildeshausen erlebten Mitglieder und Gäste bei Speis und Trank auf Spendenbasis einen munteren Abend.

Walter Rusin für 30-jährige Treue zum Verein ausgezeichnet

Für 60-jährige Mitarbeit und Treue zum Heimatverein Düngstrup ehrte Vorsitzender Hans-Günter Voß Walter Rusin mit der Ehrenurkunde. Ehrenmitglied ist er schon, und den Ehrenteller hatte er auch bereits erhalten.

Mit Ehrenurkunden ausgezeichnet wurden für das Geleistete außerdem die Vereinsmitglieder Heinz Kahlenberg, Egon Eilks, Hergen Stolle, Gerd Hespe-Meyer und Günter Reineberg. Letzterer war zuvor schon als Kurator bestellt worden. Was so viel bedeutet, den Schafkoben auch künftig zu pflegen bzw. ein Auge darauf zu haben. Einen Desum-Stein und einen Go-Gerichts-Tropfen für schwere Entscheidungen überreichte Georg Meyer im Namen des alten Go-Gerichts auf dem Desum als Geste für langjährige freundschaftliche Bande.

Karl-Wilhelm Jacobi überreichte seine Bauzeichnungen des Schafkobens, da Unterlagen und Bilder des ursprünglichen Schafstalles fehlten.

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