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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Tragbare Kostbarkeiten aus der Vergangenheit

22.09.2010

KIRCHKIMMEN Was Falk und Lucia Batz in den vergangene Wochen für ihr „Kleines Museum“ im Haus Kimmen zusammengetragen haben, sind kostbare kleine Schätze aus vergangenen Tagen: Kleidung und Accessoires, die hiesige Bürger teils vor über 100 Jahren getragen haben. Anwohner aus der Region haben sie dem Kleinen Museum zur Verfügung gestellt. Am Sonnabend, 25. September, eröffnen Falk und Lucia Batz ab 15 Uhr ihre Ausstellung „Kleidung aus früheren Zeiten“ im Haus Kimmen, Im Dorf 2. Sie wird bis zum 28. November, jeweils sonnabends und sonntags, 15 bis 17 Uhr, sowie nach Vereinbarung zu besichtigen sein. Der Eintritt ist frei.

Schon eine Stickerei belegt eindrucksvoll, wie sorgsam die früheren Besitzer ihre Stoffe gehütet haben: „Was ich als Mädchen mir erträumt, liegt hier in diesem Schrank vereint. Darum soll’s meine Sorge sein, zu halten dies stets glatt und rein.“ Es steckt viel Mühe, viel Liebe zum Detail in den Unterkleidern, Hüten, Abendkleidern, Gürteln und Accessoires. „Das ist alles Handarbeit“, erklärt Lucia Batz. Anders als die oft eher lässige Alltagsbekleidung aus der Gegenwart, war es eine Wissenschaft für sich, manches Kleid richtig zu schnüren. „Wir sind heute ziemlich praktisch orientiert“, sagt Lucia Batz. Sie hat selbst einen Eindruck davon gewonnen, wie kompliziert auch die Pflege gewesen sein musste. „Ich habe einige Stücke gebügelt. Das ist gar nicht so einfach“, erzählt sie.

Doch der Aufwand war gerechtfertigt. „Das war dann eben die Lederhose fürs Leben“, erläutert Lucia Batz.

Auffällig auch: „Die Stücke sind alle sehr zierlich geschnitten. Heute sind die Menschen wohl et was korpulenter“, mutmaßt Falk Batz schmunzelnd.

Eine Konfirmationsbluse aus Hurrel, die 1886 getragen wurde, zeigt dagegen zierliche Umrisse. Ebenso die verschiedenen Hochzeitskleider, die in der Ausstellung zu sehen sind. Früher, so zeigt sich, trug die Braut meist Schwarz. „Es gab immer irgendeinen Todesfall. Deshalb wurde häufig Trauer getragen“, erklärt Lucia Batz.

Aufmerksamkeit verdienen auch die Accessoires, die in Vitrinen zu bestaunen sind. Darunter bestickte „Geldkatzen“ von der Jahrhundertwende und heute unbekannte Gerätschaften wie eine Schuhknüpfzange oder ein Handschuh-Anzieher.

Die Ausstellung wird ergänzt von Angeboten für Erlebnishungrige. In einer Verkleidungsecke können Kinder in fremde Stoffe schlüpfen oder sie in einer Fühlbox „begreifen“. Eine Fotowand zeigt historische Bilder, Bücher geben Aufschluss zu Modefragen. Und wer sich in alter Kleidung fotografieren lassen will, muss sich dafür nicht einmal umziehen: Man stecke einfach den Kopf durch das Loch in einer Stoffwand, auf der das passende Stück aufgetragen ist. 

Weitere Infos unter:

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