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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fasching: „Uns übersieht kein Narr“

07.02.2017

Wildeshausen Wenn sich die Wildeshauser Zuckerpuppen im Wohnzimmer von Melanie Fotheringham zum Nähen der Kostüme treffen, sucht ihre Familie das Weite: „Mein Mann kann mit Fasching nichts anfangen und unsere Kinder haben mein Faschingsgen leider auch nicht geerbt“, lacht sie und freut sich umso mehr über die Mädelsabende mit ihrer Karnevalsgruppe. „Seit August laufen die Vorbereitungen auf den diesjährigen Umzug in Ganderkesee. Im November haben wir dann richtig mit dem Nähen der Kostüme angefangen“, erzählt die 44-jährige Arzthelferin, die bei den Wildeshauser Zuckerpuppen die Organisation übernimmt.

Sechs neue Närrinnen

Die Wildeshauser Zuckerpuppen, das sind 17 Frauen zwischen 30 und 55 Jahren. „Vergangenes Jahr haben wir das zum ersten Mal gemacht, da waren wir noch elf. Und dann hat die ein oder andere ihre Freundin, Arbeitskollegin oder Nachbarin mitgebracht“, freut sich Fotheringham. Die gebürtige Emsländerin war schon früh vom närrischen Treiben begeistert. Klar, dass sie sich den Faschingsumzug in Ganderkesee nicht entgehen lassen möchte. „Ich war auch schon auf einem großen Wagen mit dabei, aber ich finde es schöner, wenn man selbst was auf die Beine stellt – mit allem, was dazu gehört.“ Gesagt, getan. Fotheringham mobilisierte Freundinnen und Bekannte und steckte sie mit ihrer Leidenschaft zur fünften Jahreszeit an.

In diesem Jahr starten die Damen in Ganderkesee unter dem Motto „Die Zuckerpuppen erobern das Candyland“. Rund 150 Meter Stoff wurden in den letzten Wochen und Monaten in Handarbeit verarbeitet. Die Kosten für ihr Kostüm muss jede Zuckerpuppe dabei selbst tragen. Inzwischen stecken die Frauen in den letzten Zügen: Bastelarbeiten für Verzierungen am Bollerwagen und Kopfbedeckungen. „Und dann müssen wir uns noch einigen, wie wir uns schminken – gar nicht so einfach bei 17 Frauen“, lacht Fotheringham. Noch ist also nicht zu 100 Prozent klar, wie die Zuckerpuppen beim Umzug am 25. Februar aussehen. Eines kann die Organisatorin aber schon mit Sicherheit sagen: „Es wird bunt, sehr bunt. Uns übersieht kein Narr“, verspricht sie.

Dafür gesorgt haben die 17 Frauen selbst. Jede von ihnen habe ihren Teil dazu beigetragen, berichtet die Faschingsliebhaberin von den Vorbereitungen: „Die eine kann besser nähen, die andere bastelt lieber. So haben wir einfach kleinere Arbeitsgruppen gemacht und die Aufgaben verteilt.“ Auch Bonbons zum Werfen seien bereits organisiert. „Die haben wir von unseren Sponsoren bekommen“, erklärt die Wildeshauserin.

Auf keinen Fall Regen

„Jetzt muss eigentlich nur das Wetter passen“, hofft die Närrin. „Wenn es windig oder kalt ist, wäre das in Ordnung. Nur regnen darf es nicht, das wäre schade um die Kostüme, weil die leicht kaputtgehen können.“ Am liebsten soll natürlich die Sonne scheinen, „dann strahlen wir in unseren bunten Kostümen mit der Sonne um die Wette“, lacht Fotheringham. Und wenn sie dann in 18 Tagen mit ihren Wildeshauser Zuckerpuppen durch Ganderkesee marschiert, wird sich auch ihre Familie unter das närrische Volk mischen und sich vom Straßenrand aus mit ihr freuen.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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