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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Väterchen Frost besucht das Jolkafest

30.12.2014

Hundsmühlen /Oldenburg Großer Trubel, faszinierende Kostüme sowie ganz viel Musik und Tanz: So sah das Kinderwinterfest beim Armenisch-Russischen Kulturzentrum (Amru) aus Oldenburg aus. Im Dorfgemeinschaftshaus in Hundsmühlen lud der Verein am Freitag und Sonnabend Freunde und interessierte Gäste ein, neue Winter- und Weihnachtstraditionen kennenzulernen.

Höhepunkt dieses so genannten Jolkafestes war die Ankunft von Väterchen Frost, sozusagen dem russischen Weihnachtsmann, der mit seiner Enkelin Snegurotschka die Geschenke brachte. Im Pferdewagen fuhr er vor, nachdem alle Kinder ihn gemeinsam laut gerufen hatten.

Die jungen Gäste hatten sich allesamt für diesen Tag besonders herausgeputzt und sich als Engel, Schneemänner oder Prinzessinnen verkleidet.

Natürlich gab es auch hier Geschenke. Nachdem sich Väterchen Frost einige Tänze und Lieder rund um den opulent geschmückten Weihnachtsbaum hatte vorführen lassen, bekam jeder sein Präsent. Und wer sich traute, durfte auf dem Schoß des alten Mannes noch ein Gedicht vortragen.

Das Fest war der Höhepunkt des weihnachtlichen Kulturaustausches bei Amru. Der Verein hatte 19 Jugendliche aus Armenien nach Deutschland eingeladen, um Weihnachten in Europa kennenzulernen. Anna Barseghyan war äußerst begeistert über die Zeit in Oldenburg. „Es war ein Traum, so etwas einmal zu erleben.“

Besonders die Herzlichkeit und die Intensität, mit der hierzulande Weihnachten gefeiert werde, habe sie beeindruckt. „Bei uns kommt das große Neujahrsfest zuerst und Weihnachten erst am 6. Januar“, erklärte die 19-Jährige. Daher werde Letzteres in Armenien nicht mehr so groß gefeiert wie hier.

Gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Amru hatten die Armenier bei der Weihnachtsfeier in Hundsmühlen ein selbst geschriebenes Musical auf die Bühne gebracht. Keine leichte Aufgabe, da die Gruppen erst in den Tagen vor dem Auftritt gemeinsam üben konnten. In Deutschland hatte man sich daher auf die Theater-Teile konzentriert, in Armenien auf die Tanzeinlagen und dann alles zusammengefügt. „Das hat alles super geklappt“, lobte Gor Kazarjan vom Amru die Arbeit.

Noch bis Anfang Januar bleiben die Gäste in Deutschland. Nach den anstrengenden Vorbereitungen auf die Weihnachtsvorführungen folgen nun ein paar Tage Freizeit sowie Diskussionsrunden, zum Beispiel über aktuelle politische Ereignisse.


     www.amru-kulturzentrum.de 
Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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