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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

KONZERT: Virtuoses Presto löst mystische Trauer auf

19.03.2009

GANDERKESEE Deola: Der ungewöhnliche Name stammt aus einem Gedicht von Cesare Pavese, in dem er die (angebliche) Freiheit einer Frau dieses Namens bewundert. Diesen Namen trägt auch ein Quartett aus Bremen, das am Dienstagabend im Haus Müller gastierte.

Ganz der klassischen Musik hatten sich an diesem Abend die jungen Musikerinnen Sarah Möller (Traversflöte), Ursula Ros Hildebrand (Barockvioline), Ximena Espinosa Fernandez (Barockviola) und Annette Rettich (Barockcello) gewidmet. Mit den Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 285) und Adalbert Gyrowetz (Quartett D-Dur) wählten sie äußerst gefällige gehobene Tafelmusik aus.

Dagegen löste sich Antonin Rejcha als experimentierender Frühromantiker mit seinem Quartett op.98 Nr. 3 bereits ansatzweise aus der Klassik, brachte Überraschungseffekte und bewusste Schelmerei in seine Komposition. In der Fuge wurden alle Instrumente gleichermaßen gefordert, während ansonsten die Flöte solistisch dominierte. Gelegentlich hatte auch die Violine den Vortritt. Viola und Cello hingegen durften selten aus dem Schatten der Begleitung hinaustreten, aber die beiden Musikerinnen bildeten die verlässliche Basis für ihre engagierten Mitspielerinnen. Durch Verzicht auf Vibrato und die für Barockinstrumente typischen Darmsaiten ergab sich ein bewusst angestrebtes Klangbild.

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Beim Abschluss mit Friedrich Hartmann Grafs frühklassischem Quartett Nr. 2 in G-Dur überraschten die jungen Spielerinnen in doppelter Hinsicht: Nicht nur, dass Graf „glücklich in Augsburg starb“ (Originalton Ursula Ros Hildebrand). Nein, das Adagio weckte in ihnen schlummerndes Potenzial, es geriet zu einer geradezu mystischen Übermittlung von Trauer, die erst durch das virtuose Presto befreiend aufgelöst wurde.

Herzlicher Beifall einer kleinen Zuschauergemeinde – man hätte den Debütantinnen mehr Zuhörer gewünscht.

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