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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Vogelzüchter genießen Ende der Zwangspause

07.11.2006

SüD-MOSLESFEHN Rund 400 Vögel erweckten die Sporthalle zum Leben. 40 Züchter wagten den Vergleich.

Von Frank Jacob SÜD-MOSLESFEHN - Ein Zirpen und Zwitschern erfüllt die Sporthalle an der Korsorsstraße. Wo Jung und Alt sonst sportliche Erfolge erzielen, stimmen rund 400 Vögel einen tierischen Kanon an. Lediglich ein Pärchen Gesangskanarienvögel fällt nicht in die muntere Melodie ein, obwohl es gerade dazu prädestiniert wäre. „Bisher haben sie noch nicht gesungen“, meint Dirk Harms, Vorsitzender der Vogelfreunde Oldenburg, die am Sonnabend und Sonntag nach siebenjähriger Pause ihre erste Ausstellung in Eigenregie ausrichteten.

„Wir wollen uns wieder präsentieren, zeigen, dass wir noch da sind“, erläutert Harms das Zustandekommen der Schau. 2005 hatte der Verein aufgrund der Vogelgrippe eine Zwangspause einlegen müssen, in den Jahren zuvor an der Ausstellung „Mein Tier“ in der Weser Ems Halle teilgenommen, wo jedoch nur eine Tischprämierung stattfand. Nun kamen geschulte Preisrichter an die Korsorsstraße, schauten sich zum Beispiel Kondition, Größe und Gefiederfarbe der Vögel an.

„Alles was einen schönen Vogel ausmacht, wird nach einem festgeschriebenen Standard bewertet“, erklärt Harms das Prozedere. 100 Punkte könne ein Tier maximal erhalten. Dass dies „praktisch unerreichbar“ sei, weiß Harms und sagt: „Mit 93 oder 94 Punkten hat man schon einen Super-Vogel.“ In der Kategorie der Exoten weist der Vorsitzende aus Kreyenbrück die beste Gesamtleistung auf. Bei den Kanarienvögeln hat Herbert Fischer aus Ofenerdiek die Nase vorn, bei den Sittichen Dieter Scheide aus Bloherfelde.

Von den 56 Vereinsmitglieder beteiligen sich rund 40 an der Vogelschau: „Ich bin ganz stolz auf meine Leute“, lobt Harms das Engagement, das sich auch in der Dekoration der Volieren und Vitrinen widerspiegelt. Neben den 340 Vögeln, die in der Bewertung sind, gibt es weitere Tiere zu sehen, die außer Konkurrenz in einer Rahmenschau ausgestellt sind.

„Die Gestaltung der selbst angefertigten Volieren und Vitrinen liegt in der Hand der Züchter“, erzählt Harms. Hans Schnittger aus Süd Moslesfehn zum Beispiel hat mit Eicheln den Schriftzug „DKB LV21“ dargestellt, was für Deutscher Kanarien- und Vogelzüchterbund Landesverband 21 Nordsee steht. Derweil hat Horst Lauterbach aus Oldenburg ein so genanntes Nurdachhaus für seine Steiglitze errichtet, das vollständig mit Laub ausgelegt ist. Das seltenste Tier der Schau, ein Pflaumensittich mit buntem Kopfgefieder, ist indes in einer großen Achteckvoliere untergebracht. „Das ist unser Prunkstück“, sagt Harms stolz, der mit seinen Vereinskollegen viel Arbeit in den Aufbau der Schau gesteckt hat.

„Wir haben schon am Dienstag mit dem Aufbau begonnen“, berichtet der 2. Vorsitzende Dietmar Rader und ist dankbar, dass der SV Moslesfehn den Züchtern sehr entgegengekommen ist - immerhin war die Halle fünf Tage lang für den regulären Betrieb gesperrt. Für die Züchter geht die Arbeit schon Anfang Dezember weiter. Dann sind sie auf der Landesverbandsschau in Heide (Ganderkesee). Einen Monat später stehen die Deutschen Meisterschaften in Bayreuth auf dem Programm. Vielleicht stimmen die Gesangskanarienvögel ja dort ins Zirpen und Zwitschern ein.

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