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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Mensch Des Jahres: Volkslieder und Schlager treffen den Nerv

19.01.2013

Bookholzberg Wenn im Stenumer Waldschlösschen oder im DRK-Seniorenzentrum Bookholzberg einmal die Woche alte Volkslieder oder Schlager erklingen, dann ist Herta Heße mittenmang. Jeweils am Freitag und am Dienstag packt die 77-Jährige ihr Akkordeon ein, um in den Altenpflegeheimen mit Bewohnern zu singen. „Dankbarere Zuhörer kann man sich nicht vorstellen“, schwärmt sie.

Die Idee, mit Musik den Tag der Bewohner zu verschönern, wurde kurz vor Weihnachten 2004 geboren. Der Singkreis Bookholzberg war damals im Waldschlösschen aufgetreten. Eine der mitwirkenden Sängerinnen: Herta Heße.

Waldschlösschen-Leiterin Heinke Schwarze sprach die Bookholzbergerin seinerzeit an: Ob sie sich vorstellen könne, häufiger zu kommen? Herta Heße konnte. „Ich hab’ doch so viel Zeit“, sagt sie. Dreimal im Monat lädt sie seither zu „Singstunden“ ein, seit 2007 beziehungsweise 2008 unterstützt von Christa Duesmann und Lydia Fischer.

Was da jeweils am Freitag ab 10 Uhr stattfindet, stößt auf erstaunliche Resonanz. Etwa 30 Bewohner nehmen im Schnitt teil, manche im Rollstuhl, manche im Rollbett. Die Mitarbeiterinnen des Heims „machen da wirklich das Unmögliche möglich. Das hab’ ich von Anfang an bewundert“, sagt Herta Heße.

Etwa 30 gespendete Liederbücher stehen zur Verfügung, daneben hat Lydia Fischer mit Hilfe des Internets eine ganze Mappe von alten Schlagern zusammengestellt. Oft werden von Bewohnern Wünsche geäußert – und natürlich erfüllt.

„Erst die Volkslieder, dann die Schlager, weil die die Stimmung bringen“, heißt Herta Heßes Rezept. Vieles kennt die Bookholzbergerin aus der eigenen Kindheit – wie „Es kommen die lustigen Tage“. Oder wie „Im schönsten Wiesengrunde“ – „das hab’ ich schon im ersten Schuljahr gesungen.“

Ein Bewohner sei von der Küste gekommen, so erkläre sich auch, dass die „Nordseewellen“ zum Standard-Programm zählen. Genauso wie, jeweils zum Ausklang, „Lili Marleen“. Bei dem Soldatenlied „wird an die Bombennächte gedacht“, weiß Herta Heße. Mitunter hätten die Mitsingenden auch Tränen in den Augen. „Es ist die Vergangenheit, die die Menschen bewegt.“

Seit drei Monaten ist die 77-Jährige in Sachen Musik auch im DRK-Seniorenzentrum Bookholzberg ein regelmäßiger Gast, hier wird sie unterstützt von Erika Schmidt und Renate Neumann. Für sie selbst seien die Singkreise ein großer Gewinn: Nach ihren Einsätzen „fahre ich glücklich nach Hause“.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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