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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Tradition: Volkstänzer drehen letzte Runde

27.11.2015

Ahlhorn /Wildeshausen Noch einmal Tänze wie Bünser Quadrille, Wolgaster, Square-Dance, dazu Geschichten und Lieder: An sich war es am Mittwochnachmittag ein ganz normales Programm für die Volkstanzgruppe des Heimatvereins „Baumweg“ Lethe in Ahlhorn. Doch dieser Auftritt in der Begegnungsstätte des Alexander­stifts in Wildeshausen war ein besonderer: Es war der letzte. Nach 48 Jahren löst sich die Gruppe auf. Die verbliebenen Tänzerinnen und Tänzer möchten/können gesundheitlich- und altersbedingt nicht weitermachen. Nachwuchs gibt es keinen.

gerda delbanco lange an der Spitze

Gegründet wurde die Gruppe im Jahr 1967 vom damaligen Lehrer der Lether Schule, Siegfried Goldbeck. Er leitete sie drei Jahre, dann übernahm Gerda Delbanco diese Aufgabe. Sie prägte in den kommenden Jahrzehnten die Gruppe. 35 Jahre lang stand sie an der Spitze, bevor sie an Rauschenberger abgab. Am Mittwoch spielte Delbanco das Akkordeon, ihr Ehemann Helmut Delbanco tanzte mit.

In den ersten Jahren war die Volkstanzgruppe des Heimatvereins beständig gewachsen. Mehr als 30 Tänzerinnen und Tänzer waren es zeitweilig. 1978 kam die Späälkoppel hinzu, 1980 dann eine Musikgruppe. Beide sind mangels Nachwuchs längst wieder verschwunden.

Jahrzehntelang haben die Volkstänzer mit ihren Auftritten viele Feste in Ahlhorn und umzu bereichert. Sie waren immer auch ein Botschafter der Gemeinde Großenkneten, wenn sie auftraten. „Erntefeste, Straßenfeste, Partnerschaftstreffen: Die Volkstänzer waren dabei“, erinnerte sich Jakob Rauschenberger im Gespräch. Er hat vor 13 Jahren die Leitung der Gruppe übernommen, unterstützt von Gründungsmitglied Inge Tscheschel. Seine Ankündigung, dass es der letzte Auftritt sei, wurde von den Seniorinnen und Senioren im Alexanderstift mit Bedauern quittiert. Seit mehr als zehn Jahren waren die Ahlhorner immer wieder im Hause zu Gast gewesen.

1979 erhielten die Tänzer die Tracht, die sie bis zum heutigen Tage tragen. Damals entstand auch der Kontakt mit einer Wiener Volkstanzgruppe, so Jakob Rauschenberger in seinem Abriss der 48 Jahre. International waren die Ahlhorner Volkstänzer rege. 1984 lernten sie eine dänische Gruppe aus Hjerting kennen. Dieser Kontakt hält bis heute.

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Rauschenberger über das Vereinsleben: „Am kulturellen Leben in Ahlhorn waren wir immer aktiv beteiligt. Ganz wichtig waren uns die Menschen in den Seniorenheimen.“

Von Beginn an seien die Volkstänzer „eine große Familie“ gewesen, „in der jeder vom anderen unterstützt und begleitet wurde“, so Rauschenberger. Auch wenn es mit den Auftritten vorbei ist und damit die montäglichen Übungsabende passé sind, soll es weiter einmal im Monat ein privates Treffen geben, kündigte er an. Am Mittwoch waren noch drei Aktive dabei, die schon die Gründung vor 48 Jahren miterlebt hatten: Anneliese und Friedhardt Borchers sowie Inge Tscheschel.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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