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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

KONZERT: Vom Bach-Choral bis Radetzky-Marsch

04.10.2005

HUDE Zu hören waren auch Kompositionen von Alexander Potiyenko. Der Profimusiker leitet das aus Amateuren bestehende Ensemble.

Von Matthias Kosubek HUDE - Die Wiener Philharmoniker beenden mit ihm traditionell ihr Neujahrskonzert und auch in der Huder Elisabethkirche erklang er am Sonntagabend zum Abschluss eines zweistündigen musikalischen Programmes: der Radetzkymarsch von Johann Strauß (Vater). Das Oldenburger Blechbläserensemble „Art Brass“, das anlässlich seines zehnjährigen Bestehens sein Jubiläumskonzert in der Klostergemeinde gab, trug den „Gassenhauer“ in einer etwas verfremdeten Form vor. Die etwa 140 Zuhörer, welche die kleine Kirche bis auf den letzten Platz füllten, klatschten auch nicht im Takt mit wie die Besucher im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, sondern erreichten mit ihrem lang anhaltenden Beifall zwei Zugaben: den Ragtime-Dance von Scott Joplin und einen Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart.

Art Brass, dem musizierende Laien aus dem Großraum Oldenburg angehören, servierte dem Huder Publikum ein abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen Epochen, von der Renaissance bis in die Neuzeit. Auch mehrere Kompositionen ihres musikalischen Leiters, des aus der Ukraine stammenden und in Hude wohnenden Trompeters und Komponisten Alexander Potiyenko waren zu hören, so ein Marsch aus der „Heger-Suite“, die Karsten Heger gewidmet ist. Der Tubist und frühere Leiter des Huder Posaunenchores, der heute in Jever wohnt, führte auch durch das Programm.

Aus der Renaissance stammen die Tänze, die der Musikverleger und Komponist Tilman Susato im 16. Jahrhundert in Antwerpen zu einer Suite zusammengestellt hat und aus der Art Brass sechs Stücke spielte. Barockmeister Johann Sebastian Bach war mit zwei geistlichen und einer weltlichen Kantate, der so genannten Jagdkantate vertreten. So erklang von der Empore herab ein für Orgel und drei Trompeten bearbeitetes Stück aus der Kantate BWV 172. Potiyenko und seine Frau Mila sorgten im weiteren Verlauf für einen musikalischen Höhepunkt mit einer dreisätzigen Sinfonia für Orgel und Trompete des italienischen Barock-Komponisten Giuseppe Aldrovandini.

Zwei bekannte Stücke aus George Bizets Oper „Carmen“ – „Habanera“ und „Aragonaise“ – fanden ebenso großen Anklang wie das Bullenmenuett von Joseph Haydn sowie der „Gruß aus Amerika“, den Potiyenko nach einem USA-Besuch schrieb. Abgerundet wurde das Programm mit einer Fantasie über den Traditionsmarsch eines britischen Grenadier-Regiments und dem flotten „Bugler‘s Holiday“ von Leroy Anderson.

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