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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Platt: Vom Ursprung der Lachfalten

12.02.2016

Falkenburg Hergen Stolle erinnert sich noch genau. 1991 war’s, Stolle hatte bei der Plattdeutschen Theatergruppe Falkenburg den Part des „Topusters“ übernommen. Nun saß er erstmals bei einer Aufführung im Flüsterkasten – und hörte von den Mitspielenden Dialoge, die so gar nicht im Drehbuch standen. „Ich hab’ alles versucht, sie wieder auf die richtige Seite zu tragen“, erinnert er sich. Schweißnass sei er am Ende gewesen. Bis er merkte: „Die spielten ihr eigenes Stück.“ Nicht das Drehbuch zählte, sondern der Spaß für Akteure und Gäste.

Plattdeutsche setzen die Kopfhörer auf

Witzig und unterhaltsam will die Plattdeutsche Theatergruppe Falkenburg am Sonnabend, 27. Februar, ihr 30-jähriges Bestehen feiern – und zwar in Form einer neuen Auflage der HaFaPLATTform. Beginn ist um 19.30 Uhr im Schützenhaus, Alter Postweg 23.

Die Quizshow Ruck Zuck eröffnet den Abend. Vier Teams werden mit Kopfhörern ausgestattet: je ein Quartett der Speelkoppel Hoyerswege und des Niederdeutschen Theaters Delmenhorst sowie der Aktiven und Ehemaligen der Falkenburger Gruppe. „Spielsprache“ ist (natürlich) Platt. Ralf Meyer moderiert.

Anschließend werden Sketche aufgeführt. Hier wirken Beate Bande, Regina Reepel, Gerwin Meyer, Ralf Meyer, Manfred Kupner, Ewald Marks, Andreas Gillerke, Klaus Schierenbeck sowie Max Bande, Jacob Meyer, Christoph Meyer und Jan Timmermann mit.

Danach wird das Publikum gebeten, etwas Plattdeutsches vorzutragen.

Der Eintritt: 5 Euro. Die Veranstalter hoffen wieder auf ein volles Haus.

Spaß haben und Spaß bereiten – das waren und sind tragende Motive der Theatergruppe, die am Sonnabend, 27. Februar, ihr 30-jähriges Bestehen feiert (siehe Kasten). Die Gründung geht auf eine Initiative von Günter Schulenberg zurück: Der Falkenburger trommelte während des Schützenfestes 1986, um mit einem plattdeutschen Theater den Falkenburger Feuerwehrball wiederzubeleben.

Schulenbergs Werben hatte Erfolg. Im Dezember 1986 setzte ein neues Ensemble als „Vorgruppe“ des Feuerwehrballs den Dreiakter „Dat Doktorbook“ in Szene. Auf der Bühne standen damals Ralf Meyer, Ohle Oltmanns, Angela Hillen, Beate Bande, Elfriede Zielke, Regina Reepel, Rolf Hillen und Dierk Schwarting. Topuster war Herwig Schröder, die Regie übernahm Günter Schulenberg.

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Bei der Frage, welches denn in den folgenden Jahren die größte Herausforderung war, fiel am Mittwochabend, als sich Aktive und Ehemalige im Schützenhaus trafen, immer wieder ein Stichwort: „de Swienskopp“. Dabei habe es sich um eine Requisite fürs Stück „Opa ward verköfft“ gehandelt, erläuterte Angela Hillen, seit 2000 Speelbaas (Regie).

Weil diese Requisite bei mehreren Aufführungen benötigt wurde, habe man sie in einer Tiefkühltruhe zwischengelagert. Allerdings sei es ganz schön schwierig gewesen, das gute Stück im gefrorenen Zustand wie vorgesehen auf einem Tablett über die Bühne zu transportieren. „Da musst du gut festhalten.“ Auch das Entsorgen nach dem letzten Auftritt sei nicht ohne gewesen: „Wir haben ihn bei einer Schlachterei vor die Tür gestellt.“

Andere Herausforderungen wurden im Handumdrehen gemeistert – oder auch nicht, wie der Versuch, ein langes Haar aus einem angeklebten Bart von Dierk Schwarting herauszuzupfen. Hillen: „Der Mastix-Kleber hielt. Die Lippe ging mit runter, wie bei einem Rollo.“

Und ein Fazit? „Die 30 Jahre haben Spaß gemacht“, sagt Angela Hillen. Und sie hätten Spuren hinterlassen, wie ihre Schwester Beate Bande ergänzt: „Irgendwoher müssen die Lachfalten ja kommen.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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