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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Von Abschied und Ankunft

01.04.2017

Der Liebe wegen – wie es so schön heißt – ist Lilian Kroll vor mehr als 30 Jahren nach Kirchhatten gekommen. Zurück ließ die gebürtige Bolivianerin ihre Heimat La Paz, eine Stadt rund 4000 Meter über dem Meeresspiegel mitten in den Anden.

Der Kulturunterschied hätte nicht größer sein können, aber „die Kirchhatter empfingen mich liebevoll und eröffneten mir alle Möglichkeiten, mich in ihrer Mitte zu integrieren“, sagt die 68-Jährige. Schnell schloss sie Freundschaften, wurde Mitglied in Sport- und Kegelgruppen, handarbeitete mit den „Tüdeltanten“ und traf sich zum Kartenspielen.

„Auch in Sandtange, Hatterwüsting und Munderloh wurde ich von der Familie meines Mannes, Oskar Kroll, herzlich aufgenommen“, erzählt sie. Dessen Nichte Hildburg Logemann unterstützte sie in den ersten Wochen besonders und brachte ihr bei, wie Oldenburger Grünkohl zubereitet wird.

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17 Jahre hatte Lilian Kroll als Bankkauffrau in La Paz gearbeitet, nachdem sie 1982 nach Kirchhatten kam, arbeitete sie 14 Jahre in der Teestube im Ort. Viele Menschen kennen sie auch als Dozentin der VHS Wildeshausen für die spanische Sprache.

Jetzt sitzt Lilian Kroll wieder auf gepackten Koffern. Sie hat sich entschieden, das große Haus, in dem sie lange mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann und Tochter Nathalie gewohnt hat, gegen eine kleinere Wohnung in Oldenburg zu tauschen. Doch gehen möchte sie nicht, ohne noch einmal Dankeschön zu sagen: bei Ralf Wesemann, Tammo Schwiering, Arno Hoffmann, der Familie Dieter Meivers und den Nachbarn vom Tennisplatz. „Sie haben unser Leben im Haus mit ihrer Freundschaft bereichert“, sagt Lilian Kroll. Sie freue sich, den Kontakt mit jedem Einzelnen zu halten. „Salud, Dinero y Amor“, lautet ihr Abschiedsgruß.

Frühlingsankunft im Sandkruger Waldpark: Ehrenamtliche Helfer vom Orts- und Bürgerverein haben in den vergangenen Tagen in ihrer Freizeit die Wege geharkt und gesäubert sowie den Brunnen wieder auf Vordermann gebracht.

Vor allem der große Rundbrunnen des Waldparks hatte ein paar Schönheitsreparaturen nötig. Durch den Frost im Winter waren einige der Riemchen, mit denen der Brunnen verkleidet ist, abgesplittert.

Hartmut Wiemer und Walter Schierhold kümmerten sich darum, die kahlen Stellen wieder mit den schmalen Pressziegeln zu schließen. Ewald Rabin und Klaus Dallenga sorgten dafür, dass die Gehwege wieder frei von Geäst wurden.

Fehlt nur noch das Wasser. Der Bürgerverein hat sogar dafür einen Spezialisten: Roland Bruhn kennt sich mit der Pumpentechnik bestens aus und kümmert sich auch um das Reinigen der Brunnenabflüsse. Rechtzeitig zum schönen Wetter wird also wieder im Park an der Bahnhofstraße das Wasser plätschern.

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