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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirche: Von der erstaunlichen Gnade des Herrn

11.10.2016

Hude Er war gefühllos und hartherzig. ein Rassist und Sklavenhändler in einer Zeit der Ausbeutung und der Wirtschaftskriege: Die Rede ist von John Newton (1725 bis 1807). Bei einer Überfahrt gerät Newton in schwere Seenot, er fleht um das Erbarmen Gottes und überlebt. Newton bekehrte sich nach diesem Erlebnis zum Christentum. Er wurde sogar anglikanischer Priester und ein erfolgreicher Menschenrechtsaktivist.

Daran erinnerte Pfarrer Michael Lupas in einem besonderen musikalischen Gottesdienst in der Huder Elisabeth-Kirche am Sonntagabend. Eine bewegende Geschichte.

Von John Newton stammt auch der Text eines der bekanntesten Gospellieder der Welt: „Amazing Grace“ („Erstaunliche Gnade“). Ein Lied, das man heute als „Weltkulturerbe der Musik“ bezeichnen könne, sagte Pastor Lupas.

„Erstaunliche Gnade, wie süß der Klang, Die einen armen Sünder wie mich errettete! Ich war einst verloren, aber nun bin ich gefunden, War blind, aber nun sehe ich“, heißt es in der deutschen Übersetzung.

Das Lied wurde von unzähligen Künstlern interpretiert. In dem Gottesdienst am Sonntag in Hude sangen Uta Rose sowie Sabine Bischoff, Eva Gilbert und Terence Egan die englischen Strophen, die Gemeinde beteiligte sich mit zwei Strophen auf Deutsch.

Die vier Mitglieder der Huder Gospelsingers hatten vor zwei Jahren bei der Uraufführung des Musicals „Amazing Grace“ beim Gospelkirchentag in Kassel mitgewirkt.

Als Quartett sangen sie am Sonntag außerdem die Lieder „Nobody knows“, „Precious Lord“ und „Let us break bread together“.

Von Pastor Lupas gab es zwischendurch viele Infos zu John Newton. Er brachte dabei die damalige Zeit der Ausbeutung in Zusammenhang mit der Gegenwart – rund 250 Jahre danach. „Als wenn es das heute nicht mehr gäbe“, so Lupas. Es war ein sehr besinnlicher, nachdenklich machender Gottesdienst. Ganz zum Schluss spendeten die Besucher reichlich Beifall.

Für die Huder Gospelsingers, dann wieder als große Formation, steht als nächstes das Mitwirken im Gottesdienst zum Reformationstag im ev. Gemeindehaus am 31. Oktober auf dem Programm. Sie wollen eine moderne Version von „Ein feste Burg ist unser Gott“ singen sowie ein Lied aus dem Luther-Musical, das am 18. Februar in Hamburg aufgeführt wird. Bislang werden in dem Musical auch 13 Huder Sängerinnen und Sänger mitwirken, berichtete Uta Rose. Wer noch dabei sein möchte, kann sich melden.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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