• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Von kleinen Händlern und großen Autos

07.06.2011

Über junge Gesichter auf dem Ganderkeseer Festplatz freute sich am Sonnabend Kurt Redepenning. Erstmals nämlich hätten auch Kinder die monatlichen Flohmärkte des Familienunternehmens „Euro-Trödelmärkte“ als mögliche Einnahmequelle entdeckt und ausrangiertes Spielzeug versilbert. „Kinder bis zwölf zahlen kein Standgeld“, schilderte Redepenning eine Regel der Veranstaltung. Allerdings dürfe nur Spielzeug angeboten werden. Unterm Strich war der 41-Jährige auch mit diesem dritten Flohmarkt zufrieden: Mehr als 60 Verkäufer hätten ihre Stände aufgebaut, die meisten davon kenne er bereits. Ab etwa 30 Händlern, so Redepennings Kalkulation, „fahren wir im Plus“. Allerdings: „Es könnte mehr Publikum sein“, merkte Händlerin Silvia Simon aus Sulingen an.

Rappelvoll hingegen war es am Sonntag im Garten des Schönemoorer Schützenkönigs von 2010, Heiko Dombrowski. Seine Majestät hatte nämlich die Teilnehmer des Schützenfest-Umzuges zum Umtrunk eingeladen. Vereinsvorsitzender Eilert Kämena nahm das Beisammensein zum Anlass, einige Mitglieder für zusammen knapp 500 Jahre Treue zu ehren. Für 50-jährige Mitgliedschaft zeichnete er Manfred Kruse und den langjährigen Festausschussvorsitzenden Wolfgang Timmermann aus. Seit vier Jahrzehnten dabei sind Schießwart Volkert Dombrowski, Gudrun Spille sowie die früheren Vorstandsmitglieder Gerolf Pelka und Ewald Kaufhold. Für 25 Jahre Treue wurde Günter Krüger ausgezeichnet. In Abwesenheit ehrte Kämena Fredo Stolle, Dieter Backenköhler (beide seit 50 Jahren Mitglied des Vereins), Fritz Gillerke, Heinrich Müller (beide 40 Jahre) und Martin Banse (25 Jahre). Abends wurde dann, wie berichtet, Eilert Kämena selbst nach vorn gebeten – und zum neuen Schützenkönig von Schönemoor proklamiert.

Neu in seinem Amt des Vereinsvorsitzenden des Musikzuges Bookholzberg ist dagegen Andreas Hiller. Der neu zusammengestellte Musikzug, der am Sonntagnachmittag zu einem knapp dreistündigen Konzert in die Aula der Hauptschule eingeladen hatte, hofft auf große Resonanz in der Zukunft. Zusammen mit Hiller, der sowohl Dirigent des Musikzuges als auch der Dorfmusikanten ist, sei die Musikrichtung geändert worden, erklärte Beate Gründel: „Es wird jetzt konsequent Blasmusik gespielt, das heißt wir konzentrieren uns auf Volksmusik und Märsche“, so die Frau des Pressewarts Helmut Gründel (Saxofonist). Die Altersspanne der 23 Musiker reiche von 22 Jahren (Florian Saß, Große Pauke) bis 79 (Heribert Brokate und Hermann Kruse). Das Konzert endete mit drei Zugaben und dem Choral „Abend wird es wieder“. Bei einem leckeren Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee lauschten die Zuhörer den Klängen.

Auch die acht Teilnehmer der „Landpartie“ lauschten am sonnigen Sonntagnachmittag (am liebsten an einem schattigen Plätzchen) – und zwar den Ausführungen von Erika Roselius (ovales Bild, Zweite von rechts). Sie gab einen Einblick in die Geschichte des Hauses Backenköhler in Stenum, welches seit 175 Jahren bestehe: „Hier war eine Scheune, dort ein Schweine-Auslauf. Rechts im Ausbau waren die Toiletten“, erklärte die Gästeführerin, während sie auf die entsprechenden Stellen zeigte, „links auf dem Gelände gab es einen Gemüsegarten, hier wurde alles angebaut, was zum Leben nötig war. Für einen Ziergarten gab es nur wenig Platz.“

Nicht durch Gärten, sondern durch Park und Wald wanderten am Sonntag 22 Ganderkeseer des Wanderclubs Edelweiß. Sie nahmen an den internationalen Wandertagen des Wandervereins Jadebusen Varel teil. „Wir waren von neun bis 12.30 Uhr unterwegs“, erzählte Uwe Meyer von Edelweiß. Das sei auch ein Stück Tradition: „Seit 19 Jahren nehmen wir schon an diesen Wandertagen teil.“

Beste Unterhaltung auch im Sitzen genossen unterdessen viele Bewohner und Gäste des Ganderkeseer Wohnparks am Fuchsberg. Hier war während der Oldtimer-Rallye „Rund um die Hünengräber“ eine Stempelstelle eingerichtet worden – so dass alle 91 teilnehmenden Fahrzeuge langsam über den Hof rollten und bewundert werden konnten. In die Rolle von Kommentatoren (und Stemplern) schlüpften Anja und Klaus-Dieter Scheffzik – wobei Anja Scheffzik keinen Hehl aus ihrer Vorliebe für größere amerikanische Schlitten machte: „So’n Plymouth, das wär’ mein Traum.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.