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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Heimat: Von Lebensadern, Krieg und Scharfrichtern

18.12.2014

Wildeshausen Das Dutzend ist voll: Der Bürger- und Geschichtsverein hat den zwölften Band seiner Wildeshauser Schriften für Heimat, Geschichte und Kultur herausgegeben. Er trägt den Titel „Mehr habe ich nie jammern hören“. Dieses Zitat bezieht sich auf die Erinnerungen des Wildeshauser Lehrers über einen Verwundetentransport im Ersten Weltkrieg von Reims nach Oldenburg.

Zeitgenössische Quelle

„Das ist eine zeitgenössische Quelle ersten Ranges“, sagte Bernd Oeljeschläger, Vorsitzender des Bürger- und Geschichtsvereins, als er am Mittwoch zusammen mit seinen Vorstandskollegen die neue Jahresschrift vorstellte. „Wer die Aufzeichnungen von Kenkel liest, bekommt ein Gefühl für die Grausamkeiten, die die Soldaten erlebt haben“, so Oeljeschläger. Die Titelseite des Heftes zeigt das Bild von Kenkel und weiteren 15 Wildeshauser Männern, die im Ersten Weltkrieg gestorben sind.

Mobilmachung für Krieg

Insgesamt enthält der Band fünf Beiträge. Ein zweiter zum Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren begann, stammt von Peter Heinken. Er beschreibt die Mobilmachung 1914 mit der Julikrise und das Augusterlebnis in Wildeshausen.

Ulrike Berg und Günther Meyer haben sich mit der „Lebensader Schiene“ beschäftigt und somit mit der hiesigen Eisenbahnlinie und den Bahnhof Wildeshausen. Dazu gibt es einige interessante historische Bilder.

„Kapuze, Beil und Henker-strick“ ist dem Aufsatz von Gisela Wilbert überschrieben. Er handelt von Scharfrichtern, Halbmeistern und Abdeckern in Wildeshausen.

Graben für Germanien

Wie Großsteingräber zu germanischen Kulthallen wurden, erklärt Prof. Dr. Uta Halle in ihrem Beitrag „Graben für Germanien“.

Die Jahresschrift gibt es in den beiden Wildeshauser Buchläden „Bökers am Markt“ und Gilde-Buchhandlung, beim Verkehrsverein sowie dem Bürger- und Geschichtsverein für zehn Euro zu erwerben. Auch die ersten elf Bände sind laut Oeljeschläger noch erhältlich. Ohne eine finanzielle Unterstützung von Partnern wie auch in diesem Fall sei die Herausgabe solcher Jahresschriften nicht möglich. „Unser Anliegen ist es, für eine gemeinsame Geschichtsarbeit in Wildeshausen zu werben“, so Oeljeschläger.

Der Vorstand des Bürger- und Geschichtsvereins betonte die Bedeutung seiner Arbeit für Wildeshausen. „Der Verein übernimmt eine Aufgabe, die eigentlich die Stadt leisten muss“, meinte Manfred Rollié. Der Vorstand untermauerte die Erwartung, dass der Stadtrat an diesem Donnerstag den beantragten Zuschuss von 15 000 Euro auch bewilligt. Der Verein sei auf den Zuschuss angewiesen.

Die Autoren

Ulrike Berg: Die Wildeshauserin absolvierte ihr Studium der Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster. Danach arbeitete sie als Redakteurin, Autorin und später als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in Ostfriesland, im Ammerland und seit 2012 im Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen.

Dr. Uta Halle ist Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Bremen und damit gleichzeitig Landesarchäologin und Abteilungsleiterin für die Archäologische Sammlung des Bremer Focke-Museums. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Archäologie in der NS-Zeit.

Peter Heinken war bis 2011 Lehrer an der Grundschule Dötlingen. Als Mitautor der 1999 erschienenen, umfangreichen Ortschronik von Wildeshausen bearbeitete er den Zeitraum von 1914 bis 1945; er ist hervorragender Kenner der lokalen Ereignisse und Zusammenhänge dieser Zeit.

Günter Meyer engagierte sich von den 1980er Jahren bis 2010 in der „Interessengemeinschaft Schiene“ für den Erhalt des Bahnhofs Wildeshausen und dessen Anbindung. Er ist ein Kenner der Geschichte der Eisenbahnlinie in Wildeshausen.

Bernd Oeljeschläger studierte Volkskunde, Erwachsenenbildung und Geschichte in Bamberg und Aix-en-Provence. Seit 2000 ist er selbstständiger Verleger, Autor und Kulturberater mit seiner Firma in Berlin und Wildeshausen. Als Vorsitzender des Bürger- und Geschichtsvereins engagiert er sich seit 2001.

Dr. Gisela Wilbertz ist Historikerin und arbeitet in Hannover.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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