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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Von Pommes, Pils und Pointen

23.05.2013

Wildeshausen Spaß war Trumpf beim Rockappell der Wildeshauser Schützengilde am Pfingstmittwoch. Mit seinem scherzhaften Angebot, den Appell zu verkürzen, dafür aber den Ummarsch viermal abzuhalten, stieß Oberst Ernst Frost jedoch auf wenig Gegenliebe.

Lob gab es vom Oberst für Tambourmajor Wolfgang Niester. Er und seine Truppe hätten bis zum letzten gekämpft und sähen trotzdem schon wieder blendend aus.

Die Lacher auf seiner Seite hatte auch der Spielmannszug, der eine Erstausstattung für die neuen Rekruten forderte. Da ja nach dem vielen Trinken so manches daneben gehe, seien Windeln ratsam. Butterwickel für die Waden vollbrächten zudem wahre Wunder bei müden Beinen. Selbstverständlich hatten die Musiker auch gleich Demonstrationsobjekte parat.

Auf Trommel und E-Gitarre demonstrierten im weiteren Verlauf Philip Wisbar und Eirick Klauke, wie die Gildefestmusik sich 2035 anhören könnte, wenn man nicht beizeiten gegensteuert. Das kam zwar rockig und lautstark rüber, aber beim Oberst nicht besonders gut an.

Ein Geburtstagsständchen brachte das Musikkorps Wittekind gleich zwei Fähnrichen dar: Stefan Mahlstede wurde am Mittwoch 45 Jahre alt, Thomas Seyffart 40 Jahre.

Nicht weniger lustig ging es beim anschließenden Rededuell zwischen Landrat Frank Eger und Bürgermeister Dr. Kian Shahidi vor dem Historischen Rathaus zu.

Nachdem Shahidi die „Abschaffung der Konsequenz“ im „Trend-Labor“ Wildeshausen beklagt hatte, konterte Eger mit der Gegenfrage: „Ist das das, was man macht, wenn man erst jemanden einlädt, ihn dann wieder auslädt, um ihn dann wieder von anderen einladen zu lassen, um mit ihm und 800 Leuten auf dem Marktplatz Fischbrötchen zu essen?“

Mit dieser Spitzzüngigkeit hatte er die Lacher ebenso auf seiner Seite wie mit seinem Verweis, man lebe in Wildeshausen in einer Realität mit Konsequenzen – „auch wenn Ihnen, lieber General, das in Ihrem Zivilberuf manchmal ziemlich auf den Keks gehen mag. Würde es mir auch bei all den Baustellen rund um den Krandel und die Pagenmarsch.“

Auch beim Thema Genuss und seinen Folgen kamen Bürgermeister und Landrat nicht so recht auf einen Nenner. Freut sich der eine, wenn er sich die fettigen Fritten beim Gildefest verkniffen hat, beteuert der andere, Kartoffeln auch in Form von Pommes und Kroketten zu lieben.

Sei’s drum: Hauptsache, die beiden Herren liefern sich auch in Zukunft solch pointierte Rededuelle.

Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703

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