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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Rathauskonzert: Von weich bis spröde: Horn überrascht im Lichthof

16.05.2011

GANDERKESEE Wenn beim ursprünglich angekündigten Trio Tricolor der Violinist ausfällt, mag das durchaus zu organisatorischen Problemen führen. Nicht so bei Christoph Eß (Horn) und Boris Kusnezow (Klavier)! Zu zweit brachten die jungen Musiker am Sonnabend beim 49. Ganderkeseer Rathauskonzert in ihrer Besetzung ein hochinteressantes Programm in den Lichthof.

Schon der Einstieg mit Beethovens Sonate F-Dur op.17 zeigte spontan die Wendigkeit des Pianisten, von dem der Hornist das Thema genauso behände übernahm. Dieses ausgewogene Zusammenspiel setzte sich fort in der weitgehend unbekannten Sonate für Horn und Klavier op.7 der belgischen Komponistin Jane Vignery (gest. 1974). Ihr frühes Werk mutet noch spätromantisch an und erinnert an Debussy und Brahms, geht aber auch schon in die Moderne und überrascht vor allem im ersten Satz mit geradezu fetzigen Motiven, zu denen die komplett zerfledderten Notenblätter des Hornisten passten. Christoph Eß demonstrierte hier außerdem hörbar den von ihm zuvor erläuterten Begriff des Stopfens, durch den er seinem Instrument spezielle Klangfarben von weich bis spröde entlockte.

Der zweite Teil des Abends war ausschließlich der Romantik gewidmet, einer Blüteepoche für das Horn. So verzauberte das lyrische Konzertstück F-Dur op.27 von Albert Dietrich melodiös mit ausgewogener Klavierbegleitung und leitete über zu drei Liedern von Robert Schumann – Horn statt Gesang. Eine etwas fremdartige Version, wer das Original für Singstimme im Ohr hat!

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Erstaunlich auch das Notturno für Horn und Klavier Es-Dur op.112 von Carl Reinecke, das im lieblichen Teil durchaus dem Titel entsprach, doch teilweise durch heftige Lautstärke seinem Namen nicht gerecht wurde. Doch unübertroffen brillant überzeugten die Musiker durch ihr musikalisch und technisch hervorragendes Zusammenspiel.

Das galt ebenso für das Adagio und Allegro As-Dur op.70 von Robert Schumann mit Dauerpräsenz des Pianisten und überschäumendem Presto. Der überaus herzliche Beifall forderte Schumanns op.73 als Zugabe heraus. Anstelle von Schumanns Version für Klarinette, Violine oder Cello mit Klavier überzeugte gleichermaßen der Klang des Horns.

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