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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Von-Witzleben-Park begeistert

18.10.2016

Hude Philipp Verpoorten und Greta von Witzleben haben anlässlich der herbstlichen Gartenerlebnisse am vergangenen Sonntag knapp 50 Besucher durch den Park der Familie im Huder Klosterviertel geführt. Von Witzleben unterhielt eine Besuchergruppe dabei mit geschichtlichen Anekdoten, während ihr Partner Verpoorten sich auf die forstwissenschaftlichen Aspekte spezialisierte.

„Die machen das wirklich toll“, lobten Agnes und Wolfgang Gottschlich, die zum ersten Mal an der Führung teilnahmen. „Wir haben zuhause zwar auch einen Garten, aber der Park hier ist wirklich beeindruckend“, bemerkte das Paar aus Sandkrug.

Ein Garten dieser Art bedarf allerdings auch fürsorglicher Pflege, erläuterte Gästeführer Philipp Verpoorten. Ob die Trauereiche, die Roteiche oder die in einem Viereck um einen Grabstein angepflanzten Lärchen – der studierte Forstwissenschaftler kennt sie alle. In dem als Englischen Landschaftsgarten angelegten Park seien kurze Blickachsen üblich, so Verpoorten, selten gäbe es weite Landschaftspanoramen. Ausgelegt sei der Garten auf Augenweiden und Blickfänger. Und davon gibt es eine Menge.

Herrenhaus seit 1332

Angefangen bei dem Herrenhaus selbst, das seit 1332 im Klosterviertel steht und damals noch zur riesigen Klosteranlage des Huder Klosters gehörte. Greta von Witzleben, übrigens Namensträgerin in der zehnten Generation, klärte die Besucher über die damaligen Familien- und Besitzverhältnisse auf: „Damals war der dänische Königshof ein sehr wichtiger Ort“, berichtete sie.

Das sah auch ihr Vorfahre Kurt Veit von-Witzleben so und machte sich am dänischen Hof so beliebt, dass er 1676 vom dänischen König zum Jägermeister und Oberförster in der Grafschaft Oldenburg und zum Drosten der Grafschaft Delmenhorst ernannt wurde und im Zuge dessen in das heutige Herrenhaus einziehen konnte.

Direkt um das Herrenhaus herum wurden damals fünf große Winterlinden gepflanzt, von denen heute noch eine steht. „Die anderen haben den Krieg nicht überlebt“, erklärte Philipp Verpoorten.

Eine, die es auch nicht geschafft hat, ist die Stieleiche am anderen Ende des Parks. „Ich muss zugeben, das ist mein Lieblingsbaum im gesamten Park“, so der Gästeführer, „das ist ein Biotop vom Allerfeinsten“. Für ihn und seine Partnerin ein Grund mehr, den Park weiterhin privat zu führen und nicht öffentlich zu machen, „denn der Baum ist eigentlich tot, hat nur noch Totäste, dient aber vielen Insekten und Vögeln als Behausung“. In einem öffentlichen Park müsse der Baum vermutlich aus Sicherheitsgründen abgeholzt werden.

Steine in Ganderkesee

Knapp eine Stunde führten die beiden Gästeführer die Besucher über das Parkgelände. Auch in anderen Gärten und Baumschulen konnten interessierte Gartenfreunde am Wochenende die Pflanzenvielfalt bewundern, wie zum Beispiel in Stünkels Gartenparadies, dem Arboretum in Neuenkoop oder Tibke Vehlies’ Gartenoase.

„Wer ist denn hier aus Ganderkesee?“, fragte Greta von Witzleben abschließend in die Runde, „mit euch haben wir nämlich noch ein Hühnchen zu rupfen: Für euren Kirchturm wurden nämlich Steine aus unserer Ruine benutzt“, berichtete die Gutsherrin.

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