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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Scheunenkino: Vor dem Olivenbaum ein Erstlingswerk

07.07.2017

Aschenstedt 15 Jahre ist es her, da standen Olaf Schachtschneider und Gerd Battermann in der alten Scheune am ehemaligen Aschenstedter Bahnhof, um dort vor einem erwartungsfreudigen Publikum den ersten Scheunenkino-Film „Nirgendwo in Afrika“ anzumoderieren. Am Mittwochabend kam das Duo in ähnlicher Mission wieder in die Scheune, um vor vollen Zuschauerreihen einen weiteren Kinoabend zu eröffnen.

Schachtschneider nahm die zurückliegenden 15 Jahre des Scheuenkino-Projekts zum Anlass, an die Anfänge zu erinnern. Die Idee von Brigitte Becker und Gerd Battermann, mit Unterstützung des Mobilen Kinos Filme abseits der Kassenschlager in einer urigen Umgebung zu zeigen, kam an. Die Vorführungen über den Sommer und im Herbst sind seit fünf Jahren immer ausverkauft.

Drei Filme aus Deutschland, ebenso viele aus Großbritannien und Frankreich, zwei aus den USA und jeweils einer aus der Schweiz, aus Kanada, Schweden und (an diesem Abend) Spanien waren bislang zu sehen. „Die meisten als viel beklatsche Filmhits“, so Schachtschneider. Doch es habe auch Ausrutscher gegeben wie „Charly und die Schokoladenfamilie“. „Von 80 Zuschauern waren nach der Pause nur noch 40 da. Es war ein Flop“, erinnerte Schachtschneider.

Aus Anlass des „15-Jährigen“ hatte sich das Scheunenkino-Team etwas Besonderes einfallen lassen. Für diesen Abend hatte es Joost Harenborg (19) aus Thölstedt und den Indy-Film-Verein aus Bassum ins Boot geholt. Vorgestellt wurde vor dem eigentlichen Hauptfilm des Abends „el olivo – Der Olivenbaum“ das Erstlingswerk „Jung sein verliert man nicht“, ein 45-Minuten-Streifen in moderner 4k-Aufnahme-Qualität.

Der Film war 2015 gedreht worden. Er beschreibt eine Geschichte um Liebes-Kummer und eine Reise nach Norwegen – zur Ablenkung und als Weg in ein neues Glück.

Joost Harenborg, Schüler der Prinzhöfte Schule in Bas-sum, stellte zusammen mit den Mitschülern Austen Dobrin-Stein aus Bookholzberg, Dominik Butzke (Bremen) und Elian Giersberg (Süstedt), den Film und dessen Entstehungsgeschichte vor. Möglich wurde alles über ein Crowd-funding-Projekt mit einem Etat von 7500 Euro.

2011 hatten die damaligen Schüler angefangen, sich in das Thema „Film” einzuarbeiten. Das experimentelle Schulprojekt wurde im Laufe der Zeit immer anspruchsvoller. So versuchten die Schüler, sich mit der Technik vertraut zu machen. „Wir sind nie wirklich zu einem richtigen Ergebnis gekommen“, so Joost.

Daraus wurde gelernt. Das Equipment wurde verbessert, das Wissen erweitert. Zwei Kurzfilme entstanden, bis sich die Schüler an den 45-Minuten-Streifen wagten, der zum großen Teil in Norwegen entstand. Mit einem siebenköpfigen Team und einem uralten Mercedes Kleinlaster waren sie nach Skandinavien gefahren.

Das Ergebnis zeigt beeindruckende Aufnahmen der norwegischen Natur und allerlei technische Feinheiten – vom Zeitraffer über Slowmotion bis Kopter-Aufnahmen. Die Handlung bleibt dagegen eher schlicht. Ein Roadmovie, das in der Summe Kino-Unterhaltungswert hat und an diesem Abend entsprechend gewürdigt wurde.

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