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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wandern auf dem „Volkweg“

30.05.2011

HöLINGEN Die Schulbushaltestelle im Ort Hölingen war am Sonnabendmorgen nur ein erster Treffpunkt für rund 20 Teilnehmer der Wanderung unter dem Thema „Der historische ,Volkweg’ zwischen Delme und Hunte“. Aber nur eine kurze Wegstrecke entfernt, auf dem „Sonnenberg“, tauchten die historisch Interessierten in die Geschichte um den Volkweg ein.

Die beiden Heimatforscher Willi Schreiber (Hoya) und Friedhelm Wessels (Gr. Ringmar) konnten zum Veranstaltungsprogramm im Rahmen des Forschungsprojektes „Bäuerliche Siedlungs- und Familiengeschichte der nachmaligen Samtgemeinde Harpstedt“ neue Sichtweisen und Erkenntnisse hinsichtlich des vergessenen Volkweges beitragen.

Professor Dr. Bernd Ulrich Ucker, Abteilung für Kulturgeschichte und vergleichende Landesforschung an der Universität Vechta, leitet das Forschungsprojekt und nahm am an der Wanderung teil.

„Zwischen Buribruc und Sebbenausen an der Weser hat der so genannte Volkweg existiert“, erklärt Friedhelm Wessels, der als Flurnamen-Forscher gilt „und mit allen Kirchwegen hier per Du ist“, wie ihn Willi Schreiber vorstellte. Schreibers Hobby dagegen ist die niedersächsische Geschichte.

„An der Hunte in der Nähe zum Sonnenberg, der früher wohl eher Sünenkamp geheißen hat und vom Wortbegriff etwas mit Sehen zu tun hat als mit Sonne, sind 1955 bei der Huntebegradigung Überreste einer alten Brücke mit gerammten Eichen-Pfählen gefunden worden“, erklärte Wessels. Sie wurden im Dorf einige Jahre zu Schauzwecken aufbewahrt, aber nicht näher untersucht und damit das Alter auch nicht dendrologisch bestimmt. Dennoch gibt es eine Nennung des Volkweges im Jahr 1140. Ähnliche historische Fragmente würden auch an anderen Stellen auftauche, so dass etwas Licht um den Volkweg eingebracht werden könne. Bis vor 500 Jahren war der Weg eine alte Landstraße, die heute nicht mehr zu erkennen ist.

An der Hunte war zugleich auch die erste Station der rund dreieinhalbstündigen Wanderung. Hier erfuhren die Zuhörer, dass der Volkweg besonders in Hoch- oder Niedrigwasserzeiten zwischen Ems und Weser Bedeutung hatte. Der Weg führt von der Ems über Meppen und andere Orte schließlich zum Sonnenberg. Gegeben habe es hier wohl einen Ufermarkt. Eine Karawanserei auf Sandboden, umgeben von Moor. Ein Ort, an dem sicher übernachtet werden konnte. Transportiert wurden Salz und Getreide.

Vom Sonnenberg und der Huntefurt führte die Wanderung zu den Reckumer Steinen, Kieselhorst, durch die Dehmse zu den „Vier Grenzkuhlen“ und zur Delmefurt im Bereich Hohnhorst.

Das gemeinsame Mittagessen nahmen die Teilnehmer in Asendorfs Gasthaus in Beckeln ein. In einem Kurzvortrag versuchte dort Willi Schreiber, die Fragen nach Alter des Volkweges, Gaugrenzen, Grenzziehung der Bischöfe von Bremen und Minden, waren die Römer hier und wie kam Karl der Große nach Verden.

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