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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Einblicke Ins Archiv: Ausflug in die Vergangenheit der Wardenburger Kirche

29.02.2020

Wardenburg Münzen aus dem 13. Jahrhundert, Namen getaufter und getrauter Wardenburger ab 1617, Konfirmandenbilder von 1905 oder Kirchen- und Ketzergeschichten aus dem Jahr 1699. Es sind nur einige der vielen Schätze aus dem Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Wardenburg. Im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Gemeinde sollen sie noch eine wichtige Rolle spielen, verrät Wardenburgs Pfarrerin Imke Gießing.

Münzen

Besonders stolz ist Gießing auf eine kleine Münzsammlung – insbesondere auf eine Münze aus dem Jahr 1270. „Sie stammt aus Frankreich und ist ein echtes Schätzchen“, sagt die Pfarrerin. Es ist wahrscheinlich, dass sie ein Besucher verloren hat, der das damals sehr bekannte Mariabildnis in der beliebten Wardenburger Wallfahrtskirche besucht hat. Diese und Münzen aus späteren Jahrhunderten wurden bei Renovierungsarbeiten in der Kirche vor rund 70 Jahren entdeckt.

Kirchenstuhlregister

Spannend ist auch ein Blick in das Kirchenstuhlregister. „Die Stühle waren damals fest an Familien vergeben“, weiß Gießing. Oftmals handelte es sich dabei um Gutsbauern. „Wenn man sich Aufzeichnungen anschaut sind aber auch Familien zu sehen, die sich den Stuhl geteilt haben“, erklärt Gießing. Die Abgabe wurde jährlich neu bezahlt.

Kirchengeschichten

Ein mehrere Hundert Seiten starke Ausgabe von unparteiischen Kirchen- und Ketzergeschichten aus dem Jahr 1699 gehört ebenfalls zum Bestand des Kirchenarchivs. „Auch wenn es im Titel so bezeichnet wird, unparteiisch war dieses Buch ganz sicher nicht“, schmunzelt die Wardenburger Pfarrerin. Die erste Geschichte handelt dabei schon aus den ersten Jahrhunderten nach Christus. In einigen Kapiteln wird außerdem der Zustand der Prediger nach der Reformation behandelt. Gießing vermutet, dass die Geschichten besonders von Pastoren als theologisches Buch genutzt wurden.

Namensverzeichnis

Aufzeichnungen über Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Beerdigungen reichen im Wardenburger Kirchenarchiv bis in das Jahr 1617 zurück. Fein säuberlich sind die Namen mit Ortsangabe erfasst – samt Nummerierung. Mit nur einem Blick lässt sich beispielsweise feststellen, dass im Jahr 1665 insgesamt 38 Kinder getauft wurden. „Viele Familienforscher nutzen die Bücher, um die Daten für ihre Stammbäume zu nutzen“, berichtet Imke Gießing. Auch aus den USA habe es schon Besucher gegeben, die mehr von ihren Vorfahren wissen wollten.

Konfirmandenbilder

Besonders schön findet die Pfarrerin auch die gesammelten Konfirmandenbilder, die bis ins Jahr 1905 zurückreichen. „Man kann aus den Bildern viel erfahren und lernen“, weiß sie. In den Nachkriegsjahren hätten viele die Konfirmation nur im Pullover abgehalten. „Es hat damals einfach an vielen Dingen gefehlt.“ Bei Interessierten wecken die Bilder dabei immer wieder Erinnerungen. Gießing: „Es ist immer wieder toll, wenn beim Durchblättern jemand sich selbst oder Familienmitglieder wiedererkennt.“

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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