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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

GAG-Combo: Kein Nachfolger in Sicht

16.10.2020

Wardenburg Anfang Oktober hat die GAG-Combo, die Band des Landkreisgymnasiums Graf-Anton-Günther-Schule, vermutlich ihr letztes Konzert gegeben. Denn ihr Leiter, Musiklehrer Jörg Olesch, geht nach diesem Schuljahr in den Ruhestand. Und coronabedingt rechnet er nicht mit der Möglichkeit weiterer Konzerte in den kommenden Monaten.

Bisher war die GAG-Combo eine feste Größe auf Veranstaltungen wie dem Cityfest in Wardenburg oder dem Sandy-fest in Sandkrug. „Voraussichtlich finden solche Feste in absehbarer Zeit nicht mehr statt“, bedauert Olesch. Seinen Abschied in den Ruhestand hatte sich Jörg Olesch anders vorgestellt. Ein paar tolle Konzerte im letzten Jahr. Vielleicht sogar doch noch ein Nachfolger für die Combo.

Vor 33 Jahren hatte er als junger Musiklehrer an der GAG die Band ins Leben gerufen. 32 Jahre alt war er damals – die Hälfte seines Lebens wurde auch von der Arbeit mit der Combo geprägt. Derzeit sieht es so aus, als werde sich die Band mit seinem Ausscheiden auflösen müssen. Die jungen Musiker, die in einer AG an der Schule proben, finden keinen Lehrer, der die Leitung übernehmen kann oder möchte.

Die Beschränkungen durch die Covid-19-Pandemie machen den Abschied nun noch trauriger. Und so wundert es nicht, dass Jörg Oleschs Lachen, das zu ihm gehört wie seine Musikbegeisterung, in diesen Tagen ein bisschen wehmütig ist.

Die vergangenen Monate waren schwierig für die jungen Musiker. „Von heute auf morgen war kein gemeinsames Proben mehr möglich. Aber mir war es wichtig, die Motivation der Schüler zu halten“, erzählt Olesch. Das ist gelungen: Herausgekommen ist das „Corona-Combo-Projekt“, ein Video, in dem jedes Bandmitglied von zu Hause aus sein Instrument eingespielt hat. Die einzelnen Sequenzen hat Olesch anschließend zusammengeschnitten.

Er werde oft gefragt, ob er im Ruhestand nicht noch einmal eine Band aufbauen wolle, erzählt Jörg Olesch. „Aber so etwas muss wachsen – das macht man nur einmal im Leben.“ Seine Tochter behaupte, nicht sie sei sein erstes Kind, sondern die GAG-Combo. „Da ist was dran“, gibt er schmunzelnd zu. Und der Erfolg gibt seinem Engagement recht: Weit über 300 Auftritte, etliche Preise und Auszeichnungen dokumentieren das Niveau der Band.

Acht Bandmitglieder haben im Laufe der Jahre den Weg in die Profimusik gefunden, zwei weitere studieren im Moment noch Musik. „Das ist ein guter Schnitt“, freut sich Jörg Olesch. Die übersichtliche Größe der AG mit höchstens 18 Mitgliedern sei für ihn immer ein großer Vorteil gewesen: „Jedes der Bandmitglieder ist mir ans Herz gewachsen.“

Im Moment überlege er, nach seiner Pensionierung mit Geflüchteten ein Musikprojekt zu machen. „So tief einsteigen wie mit der GAG Combo werde ich nicht noch einmal“, betont er. Aber ganz ohne Musik, das ist sicher, geht es für Jörg Olesch nicht.

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