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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Mit Country jung geblieben

16.10.2019

Wardenburg Für seine Fans ist es vermutlich ungewohnt: Erstmals veröffentlicht Jürgen Maier alias „Country Maier“ ein Lied auf Englisch. In „Where do we go“ singt er: „Yes I hope, our kids change the world, save this beautiful planet soon“ (zu deutsch: Ich hoffe, dass unsere Kinder die Welt verändern und unseren schönen Planeten retten). Country Maier umspannt in dem Lied Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

„Ich habe ziemlich viele Coverversionen auf englisch gemacht, die Country-Musik kommt ja ursprünglich aus dem Amerikanischen und da habe ich mich gefragt, warum nicht mal ein neues Feld beschreiten“, begründet der Hundsmühler seine Entscheidung für das Englische.

Zudem habe diese Entscheidung mit einer schweren Erkrankung zu tun, die er vor einem Jahren durch einen Unfall erlitt. „Als es mir schlecht ging, hatte ich die Idee, deutsche Songs mit einem englischen Text zu versehen“, erinnert sich der 80-Jährige und schmunzelt: „In Amerika würde man manches zwar etwas anders formulieren“, aber so wie das Lied geworden ist, ist Maier rundum zufrieden.

Eine Parallele zu seiner Erkrankung sieht man auch in der Referenz auf den Film „High Noon“ (zu deutsch: „Zwölf Uhr mittags“). Wie Protagonist Gary Cooper in der Rolle als Sheriff Will Kane vier Gangster besiegt, ist auch Maiers Erkrankung so gut wie überwunden.

Musikalische Inspiration zieht der seit 50 Jahren im Außendienst tätige Maier unter anderem aus dem Werk von Don Williams, dessen Songs er reihenweise gecovert hat. Zum Country gekommen ist er beim Taxifahren in Oldenburg. „Damals habe ich viele Ärzte auf Visite gefahren und beim Warten Radio gehört. Als dann Country lief, war es um mich geschehen“, erzählt Maier.

Auch wenn er bei seinem neuen Song nicht selber spielt, Gitarre spielt Maier seit seiner frühesten Jugend. Unter anderem hat er von 1960 bis 1965 im Rudi-Ramp-Quartett in der Schweiz gespielt. Dort besuchte er eine Musikschule und wurde an der Gitarre ausgebildet. Und seiner Gitarre ist er über die Jahre treu geblieben. „Musik hält jung“, ist er überzeugt. „Ich habe immer einen Schreiber am Bett und die Gitarre in Griffweite, wenn mir nachts eine Idee für ein Lied kommt“, so Maier. Auch den Text und die Musik für „Where do we go“ hat Maier geschrieben. Aufgenommen wurde der Gesang im Lick Lab Studio in Seevetal und im Vintage Music Studio in Estorf.

30 bis 40 deutsche Songs hat Maier in etwa bislang geschrieben. Einige davon finden sich – wie auch sein neuestes Werk – auf seinem Youtube-Kanal. Darunter auch der Song „Altes Eisen“, der mittlerweile rund 130.000 Mal angehört wurde. Ein Album unter dem Titel „Geht nicht, gibt’s nicht“ hat der Malermeister auch schon veröffentlicht. Das neue Lied wird jedoch ausschließlich online auf der Videoplattform Youtube zu hören sein.

Wann man Country Maier das nächste Mal live erleben wird, steht bislang nicht fest. Gerne möchte er sich jedoch einem Projekt widmen, welches ihm besonders am Herzen liegt. So hat er vor zwei Jahren nach einem persönlichen Schicksalsschlag damit begonnen, mit Auftritten in der Oldenburger und Cloppenburger Innenstadt Spenden für die Christoffel-Blindenmission zu sammeln (NWZ berichtete).

Daniel Schumann Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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