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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wettbewerb: Weltenrettung auf Platt ist preisverdächtig

26.01.2017

Ganderkesee „Ich war total platt“, gesteht Arne Osolin. Eine E-Mail von den Machern des Filmwettbewerbs „Ganz schön anders“ hat den Lehrer der Schule am Habbrügger Weg in dieser Woche freudig überrascht: „Euer Film hat den Sprung unter die zehn besten Schüler-Kurzfilme aus Niedersachsen geschafft“, war darin zu lesen.

Unter dem diesjährigen Motto „Ganz schön ungerecht“ hatten insgesamt 62 Schülergruppen Beiträge für den Filmwettbewerb eingereicht – darunter eine Gruppe aus Ganderkesee. Ihr Kurzfilm, der schon auf YouTube zu sehen ist, trägt den Titel „Platt rettet die Welt“ und handelt davon, wie Außerirdische bewusst Zwietracht säen, in der Gantergemeinde jedoch scheitern – weil auf Platt eben alle freundlich bleiben. 15 Schülerinnen und Schüler aller Ganderkeseer Schulformen hatten seit Herbst vor und hinter der Kamera an dem Projekt mitgewirkt.

Viele „Likes“ verhelfen Ganderkeseern zum Publikumspreis

Welchen Platz genau die Ganderkeseer Schülerinnen und Schüler beim Kurzfilmwettbewerb belegt haben, wird am Mittwoch, 8. Februar, bei der großen Film-Gala im Astor Grand Cinema in Hannover verraten. Dorthin fahren die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit dem Bus.

Auch ein Publikumspreis wird bei der Gala verliehen. Diesen erhalten die Macher des Kurzfilms mit den meisten Likes auf YouTube. Um den Beitrag zu sehen, genügt es, die Suchwörter „Ganderkesee“ und „Kurzfilmwettbewerb“ einzugeben. Wer abstimmen möchte, muss allerdings einen YouTube-Account haben.

Arne Osolin war besonders vom Zusammenhalt in der Gruppe beeindruckt: „Man konnte nicht mehr unterscheiden, wer jetzt von der Förderschule und wer vom Gymnasium kommt. So funktioniert Inklusion!“

Sören (13) spielte vor der Kamera sowohl einen „Alien“ als auch einen Schüler in Köln – wobei alle Drehorte tatsächlich auf dem Schulgelände am Habbrügger Weg lagen. „Ich spiele Theater bei der Niederdeutschen Bühne. Vor der Kamera war es noch mal etwas anders. Aber es hat großen Spaß gemacht.“ Auch Lara (11), die bei der Speelkoppel Hoyerswege aktiv ist und fließend Plattdeutsch spricht, war beeindruckt: „Wir kannten uns vorher alle nicht. Wie wir das hinbekommen haben, ist einfach toll.“

Für den Film hatte die Plattdeutschbeauftragte des Landkreises Angela Hillen prominente Unterstützung herbeigezaubert. Den Aufsager im Vorspann spricht kein Geringerer als der ebenfalls aus Falkenburg stammende TV-Moderator und Entertainer Yared Dibaba. Vom Plattdeutsch der Jungschauspieler war Hillen angetan: „Perfekt – und ohne Nachhilfe.“

Ganderkesees Plattdeutschbeauftragter Dirk Wieting lobt derweil die einzelnen Schulen und die Eltern, die alle ihren Beitrag zum Gelingen des Filmprojekts beigetragen haben. Dass Plattdeutsch in dem Kurzfilm eine zentrale Rolle spielt, hat mit der Entstehungsgeschichte zu tun: Ursprünglich sollte es ein Film im Rahmen der Plattdüütschen Week sein. Dann wurde das Projekt aber immer größer – und damit wettbewerbsfähig. Mit Erfolg.

https://www.youtube.com/watch?v=muTzn5M00B4

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