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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Geschichte: Wenn ein Ziegenbock orakelt

03.09.2016

Ganderkesee /Klattenhof Es sind „wahre und fast wahre“ Geschichten in seinem Buch zu finden, sagt Hermann Speckmann und schmunzelt. „Neues von Hasen-Ahlers, Band 2“ ist das zweite Werk mit Erzählungen über den Wilddieb Hasen-Ahlers, der 1831 als Hinrich Ahlers in Klattenhof südlich vom Wald Stühe geboren wurde. Bis heute erzählt man sich Anekdoten über den legendären Eigenbrötler. „Es ist erstaunlich, dass es nach über hundert Jahren immer noch Menschen gibt, die überlieferte Geschichten von ihm erzählen können“, sagt Speckmann.

Nachdem Ahlers angeblich enterbt wurde, ging er als Einsiedler in den Wald. 1885 zog er in einen alten Schafstall. Um zu überleben, schoss er im Wald Tiere, vor allem Hasen. So bekam er seinen Namen. Bis zu seinem Tod 1913 in Immer hielt er Gendarmerie und Obrigkeit in Atem.

„Ich interessiere mich für Menschen, die am Rande stehen“, sagt Speckmann. Vor seiner Rente arbeitete der Diplom-Pädagoge als Sozialarbeiter und Jugendpfleger beim Landkreis Oldenburg. Anschließend war der heute 79-Jährige in verschiedenen sozialpsychiatrischen Berufsfeldern tätig. Nach zahlreichen Beiträgen in Zeitschriften und Büchern zum Thema Organisationspathologie befasst sich Speckmann seit 2000 mit heimatkundlichen Themen der Region.

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Im Archiv des Haidhäusers Gerold Spille sei er auf etliche Informationen über Hasen-Ahlers gestoßen. Gemeinsam mit Spille veröffentlichte Speckmann 2007 zunächst eine Biografie über den Eigenbrötler mit dem Titel „Der Wilddieb vom Stühe“.

Alleine wagte er sich dann an „Neues von Hasen-Ahlers“, das 2010 erschien. Band 2 sei eine Mischung aus wahren Begebenheiten, Erinnerungen einiger Bürger, deren Eltern und Großeltern Geschichten über Hasen-Ahlers überlieferten, sowie viel Fantasie. Die ausgedachten Anekdoten mischte Speckmann aber stets mit Verbindungen zum Großherzogtum Oldenburg oder auch dem damaligen Aberglauben.

So lässt Speckmann Hasen-Ahlers eine Alraune mit einem Ziegenbock aus der Erde ziehen. „Die Menschen dachten damals, dass dann etwas Schreckliches passiert“, erklärt der Autor. So ganz schrecklich finden die Bürger das Geschehene aber gar nicht: Der Ziegenbock von Hasen-Ahlers verwandelt sich in einen Orakelbock, der künftig Frauen ihr Liebesleben voraussagt – eine willkommene Einnahmequelle für den Wilddieb.

Das 72-seitige Werk gibt es für elf Euro in den Buchhandlungen in Ganderkesee zu kaufen. Die Gemeinden Ganderkesee und Dötlingen haben sich an den Druckkosten beteiligt und auch für künftige heimatkundliche Werke sucht der Autor Unterstützer. Neues von Hasen-Ahlers soll es aber nicht mehr geben.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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