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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Literatur: Drei Tage voller Begegnungen

27.02.2020

Westerholt „Viele haben mir und meiner Hofbuchhandlung vielleicht ein paar Monate gegeben – mehr aber auch nicht.“ Knapp viereinhalb Jahre ist es nun her, dass Kathrin Wellmann in einem ehemaligen Stall ihre eigene 40 Quadratmeter große Buchhandlung eröffnet hat. Die wenigen kritischen Stimmen die es damals zur Eröffnung gegeben hat, sind mit der Zeit verstummt – zu erfolgreich ist die Arbeit der Westerholterin und das „ganz besondere Flair“, so Wellmann, ihrer Buchhandlung. Über ihre verschiedenen Projekte referierte die Mutter von vier Kindern am vergangenen Wochenende – beim Norddeutschen Leseförderkongress 2020 in Lübeck.

Im Mai vergangenen Jahres hatte sie eine Einladung zu dem Kongress erhalten, daraufhin eine kurze Bewerbung geschrieben. Am vergangenen Wochenende trat sie nun als Referentin die Reise nach Schleswig-Holstein an. „Wie man auf mich und meine Buchhandlung gekommen ist, konnte mir keiner so wirklich beantworten“, meint sie lachend.

In dem Best-Practice-Workshop „Stadt - Land - Leseförderung – Buchhandlungen in unterschiedlichen Lebenswelten“, stellte die Buchhändlerin in Kooperation mit dem Hamburger Kinderbuchladen im Schanzenviertel, ihre Hofbuchhandlung und ihre besondere Situation vor – und wie sie einen literarischen und kulturellen Treffpunkt für Groß und Klein in der Gemeinde etabliert hat.

„Vor allem auf dem Land gibt es für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht so viele literarische Angebote wie in der Stadt“, meint Kathrin Wellmann. Außerschulische Leseförderung würden deshalb zu einem nicht unerheblichen Teil in Buchhandlungen stattfinden.

In Kooperation mit Kindergärten und Schulen, aber auch mit dem Kulturbüro der Gemeinde, veranstaltet sie daher literarische Aktionen. „Bei meiner Vorstellung habe ich den Fokus auf vier Projekte der vergangenen zwei Jahre gelegt“, berichtet sie.

Darüber hinaus besuchte Kathrin Wellmann auch die Vorstellungen weiterer Referenten. „Alle drei Tage sind unheimlich lehrreich gewesen“ resümiert sie. Vor allem die Einblicke in die Arbeit anderer Buchhändler und deren Projekte habe sie inspiriert. „Es waren drei Tage voller Begegnungen“, sagte sie. Die Mischung aus Verlagsvertretern, Buchhändlern, Pädagogen, Lektoren und Bibliothekaren hätten den Reiz der Veranstaltung ausgemacht. „Ich habe viele Sachen kennengelernt und für die Zukunft mitgenommen. Die Zeit war intensiv, aber toll“, sagt Wellmann.

Besonders beeindruckt habe sie die Initiative „Stade liest“, ein Verein zur Förderung des Lesens als Grundlage der Kommunikation zwischen allen Gesellschaftsgruppen. „Der Verein stellt wahnsinnig viel auf die Beine, um Literatur in Stade lebendig zu präsentieren“, sagt die Buchhändlerin.

Ob die Gründung eines ähnlich aufgestellten Vereins in der Gemeinde Wardenburg möglich ist, weiß sie noch nicht. Fest steht aber: Der Gedanke wird in der nächsten Zeit ganz sicher in ihrem Kopf herumgeistern – und vielleicht auch aufgegriffen.

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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