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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Extra-Seite im „Bayernkurier“ für Diakon

20.12.2018

Wildeshausen Für Rainer Lübke schließt sich der Kreis: Als der Diakon vor 34 Jahren seine Arbeit in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildeshausen aufnahm, machte er vor allem Angebote für junge Leute. Zuletzt kümmerte er sich um die Seniorenarbeit und den Besuchsdienst. Er habe es stets als Wertschätzung empfunden, wenn Jugendliche ihm berichteten, dass bereits ihre Eltern bei ihm zum Konfirmationsunterricht gegangen seien. Im Gottesdienst zum 4. Advent an diesem Sonntag, 23. Dezember (10 Uhr, Alexanderkirche), wird der 63-jährige Diplom-Religionspädagoge offiziell verabschiedet. Im Anschluss gibt es ein „erweitertes Kirchenkaffee“ im Remter neben der Kirche.

Insgesamt 14 Pastoren und Vikare hat Lübke in den 34 Jahren in der Gemeinde erlebt. Viele profitierten von seinem Erfahrungsschatz, so Pastor Lars Löwensen, der gemeinsam mit seinen Kollegen Beatrix Konukiewitz und Markus Löwe den Gottesdienst leitet. Die „positive Kontinuität“ sei eine „Riesenbereicherung“ gewesen, sagte Löwe. Auf seine Impulse und die Veränderungen in der Jugendarbeit spielte Konukiewitz an. „Ohne Dich wäre das hier vermutlich tot gewesen.“

Tatsächlich hat Lübke viel bewegt. Dabei lernte der gebürtige Pinneberger zunächst Elektromechaniker und arbeitete in der Fernmeldezentrale Elmshorn. Im früheren Lutherstift in Falkenburg machte er die Ausbildung zum Diakon und war dann zwei Jahre lang in Ritterhude tätig. 1984 erfolgte der Wechsel nach Wildeshausen, wo er in die Fußstapfen von Walter Stanszus und Peter Mewes trat.

Bürgermeister besucht

Lübke erteilte Konfirmandenunterricht, organisierte Jugend-Fahrten oder brachte mit einer Kinder-Theatergruppe unter anderem Stücke wie „Fest der Frösche“ auf die Bühne. Nach drei Jahren in der Stadt ehrten Jugendliche ihn auf einer Extra-Seite des „Bayernkuriers“. Dort heißt es, Lübke habe im Wildeshauser Regierungsviertel „die Zügel in der Hand“. Die Seite hat er ebenso penibel aufbewahrt wie Artikel zu den Kinder-Bibeltagen, die er gemeinsam mit Matthias Goldberg von der katholischen Gemeinde elf Jahre lang organisiert hat. „Zum Teil hatten wir über 180 Kinder“, erinnert sich Lübke. Dabei besuchten die Kinder auch Ex-Bürgermeister Manfred Rollié. Eine Frage lautete: „Warum isst der Bürgermeister so gerne Schnitzel?“ Selbst Laternenumzüge organisierte er damals: Mehr als 600 Teilnehmern marschierten im November 1990 mit.

Auch die Ökumene liegt Lübke am Herzen: Im Mai 1984 – der Diakon war erst wenige Monate im Amt – kam es zum ersten Treffen von Gemeindekirchenrat und dem katholischen Pfarrgemeinderat. Seitdem habe sich das Miteinander stetig verbessert. Fünf Jahre unterstützte er die pastorale Versorgung in der Diakonie Himmelsthür. Selbst als Lübke nur noch eine halbe Stelle hatte, organisierte er gemeinsam mit Ehrenamtlichen Tagesfahrten für Senioren und Besuchsdienste. Dies alles laufe nach seiner Pensionierung weiter. Es sei gut, wenn die Dinge nicht enden, nur weil der Initiator geht, sagt der Religionspädagoge.

Fotos mit dem Makro

Die neu gewonnene Freizeit möchte Lübke nutzen, um sich stärker seinen Hobbys wie Aikido oder der Makro-Fotografie zu widmen. Er gehe gern Dingen auf den Grund, „die man auf den ersten Blick nicht sieht“, erklärt der 63-Jährige. Diese Einstellung sei für Lübke „nicht untypisch“, lobt Löwe die langjährige Arbeit des Diakons. Der möchte im Gottesdienst „nur wenige Worte“ sagen. Der anschließende Austausch mit den Gemeindegliedern liegt ihm da mehr am Herzen.

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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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