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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirche lädt die jungen Leute ein

18.12.2019

Wildeshausen /Ahlhorn Die katholische Kirchengemeinde St. Peter Wildeshausen will mehr Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene schaffen. Das ist eine der Lehren aus einer Fragebogenaktion der Gemeinde. „Wir haben gemerkt, dass es in der Altersklasse bis 30 rumpelt“, sagt Anne Demberg, Vorsitzende des Pfarreirats. Anfang des neuen Jahres will der Pfarreirat in den Jugendgruppen die Wünsche erfragen. Denkbar wäre etwa ein Jugendgottesdienst am Sonntagabend.

Demberg, Pfarrer Ludger Brock, Pastoralreferent Matthias Goldberg sowie Matthias Daniel und Petra Kossen vom Vorstand des 13-köpfigen Pfarreirats stellten am Dienstag einige Ergebnisse der Umfrage vor. Eine offizielle Präsentation erfolgt am Samstag und Sonntag während der Gottesdienste in Wildeshausen und in Ahlhorn.

Wer hat mitgemacht?

6500 Fragebögen wurden an die Haushalte verteilt. die Rücklauf lag bei 288 Fragebögen (4 %). Mehr als 200 Teilnehmer kommen aus Wildeshausen; nicht einmal 50 aus Ahlhorn. Stark vertreten ist die Altersgruppe der 51- bis 65-Jährigen. Aus der Gruppe der unter 25-Jährigen haben knapp 60 mitgemacht.

Was weckt Neugierde?

157 sagen, in der Kirche solle nicht alles so ernst und nach Vorschriften ablaufen. Fast drei Fünftel der Teilnehmer möchten mehr Infos über Aktionen der Kirche haben. Nur 44 wollen aktiv bei Gottesdiensten mitmachen. 90 Teilnehmer der Aktion sagen, die Kirchengemeinde tut zu wenig für die Gruppe der Zehn- bis 20-Jährigen.

Und der gottesdienst?

Viele wünschen sich mehr Musik und stimmungsvollere Lieder in der Messe. Auch ein Gottesdienst im Freien und mit „lebensnahen Mottos“ wird erwünscht. „Es ist fast alles nur für alte Leute“, so eine Aussage. Gewünscht werden mehr Angebote für Jugendliche und junge Familien. Die Gottesdienste sollten vielfältiger werden und nicht länger als 45 Minuten dauern. In Ahlhorn wünschen sich die Gläubigen Gottesdienste in polnischer, russischer oder bulgarischer Sprache.

Was tut der Pastor?

Die Bandbreite ist groß: Einmal heißt es, der Pastor sei „super“, ein anderes Mal, er tue „zu wenig für die Gemeinde“. 136 Teilnehmer wünschen sich, dass der Pastor in der Predigt stärker auf das Tagesgeschehen eingeht. Er solle „mehr auf die Leute zugehen“. Gewünscht werden auch mehr Gastprediger oder Kindergottesdienste in Begleitung des Pastors.

Gibt es Allgemeines?

Ja, viele Teilnehmer der Umfrage wünschen sich mehr Frauen in Führungspositionen. Das Zölibat solle abgeschafft und die Missbrauchskandale der katholischen Kirche aufgeklärt werden. Die Themen lassen sich aber nicht auf Ortsebene lösen, sagt Anne Demberg vom Pfarreirat.

Welche Ideen gibt es?

Die Kirche sollte sich mehr öffnen und das lebendige Miteinander pflegen. Auch sollte es Angebote wie Frauenfrühstück oder Gesprächskreise für kritische Christen geben. Auf die Frage „Würden Sie sich beteiligen?“ antworteten nur rund 60 mit Ja, aber knapp 70 mit Nein und 72 lediglich mit „vielleicht“.

Wie geht es weiter?

Demberg kündigte an, dass der Pfarreirat im neuen Jahr auf die jungen Menschen zugehen werde. Außerdem soll es Events für Gruppen geben. So sollen Eltern der Kommunionkinder oder der Täuflinge zu einem lockeren Nachmittag zu einem bestimmten Thema eingeladen werden.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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