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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Filigrane Handarbeit für Wildeshauser Orgel

13.12.2019

Wildeshausen Noch immer steht Markus Löwe unter dem Eindruck des riesigen Puzzles aus Hölzern, Metall und weiteren Komponenten. „Da entsteht ein Meisterwerk“, sagt der Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildeshausen. Er hat kürzlich mit Natalia Gvozdkova, Orgelsachverständige der Oldenburgischen Kirche, die Werkstatt von Orgelbauer Gerald Woehl in Marburg besucht. Dort entsteht in filigraner Handarbeit die neue Orgel für die Alexanderkirche.

Als „Kopf und Künstler“ des Projekts hat der 79-jährige Woehl den Orgelneubau in Wildeshausen „zur Chefsache“ erklärt. Als erster Augenzeuge der Kirchengemeinde sah Löwe vor Ort die Windladen und diverse Blasebälge – alle aus verschiedenen Hölzern und individuell gefertigt. Immerhin gilt es nicht nur, rund 2500 Pfeifen unterzubringen, sondern die Orgel um die Rosette im Westwerk der Kirche herumzubauen. Die riesigen Seiten-Elemente der Orgel sind vorgefertigt. „Die längste Pfeife, immerhin 5,60 Meter hoch, werden wir da nicht unterkriegen“, vermutet Kantor Ralf Grössler. „Die müssen wir legen.“

Mit dem Abbau der alten Kleuker-Orgel wird voraussichtlich kurz vor Ostern 2020 begonnen. Das Instrument wurde an eine Kirchengemeinde im Raum Danzig (Polen) verkauft, wie Löwe sagte. Den Erlös nannte er nicht; die Summe sei aus Sicht des Fördervereins aber „zufriedenstellend“. Die Polen leisteten bereits eine Anzahlung. Der polnische Orgelbauer rechnet mit fünf Tagen für den Abbau in der Alexanderkirche. Dann folgen, in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, Arbeiten an der Orgelempore. Es seien Luftfeuchtigkeitsmessungen erforderlich. Die Rosette selbst sei nach derzeitigem Kenntnisstand „in gutem Zustand“.

Wann die Arbeit Woehls in Wildeshausen abgeschlossen sein wird, lasse sich heute noch nicht verlässlich sagen. „Im Konsens“ mit allen Beteiligten werde auch entschieden, ob das Instrument einen Anstrich erhalte. Löwe zufolge ist mit dem Eröffnungskonzert für die neue Orgel eher im Frühjahr 2021 zu rechnen.

Der Orgelförderverein hat inzwischen 851 500 Euro zur Finanzierung des neuen Instruments zusammengetragen; davon knapp 74 000 Euro über die sogenannten Pfeifenpatenschaften. Noch seien Patenschaften in fast allen Preiskategorien zu vergeben, so Löwe, darunter 73 Patenschaften à 5 Euro. Im Rahmen des historischen Weihnachtsmarktes will der Förderverein kräftig Paten anwerben. Urkunden seien unmittelbar vor Ort erhältlich. Außerdem werden noch vier Farbradierungen des verstorbenen Künstlers Hartmut Berlinicke zum Preis von je 200 Euro zugunsten der Orgel verkauft. Nach wie vor sei die Spendenbereitschaft der Bürger riesig.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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