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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Baptisten: Für jeden Besucher gibt es einen Schlüssel

20.08.2018

Wildeshausen Der Duft von Wacholderholz lag in der Luft. Als das Körbchen mit den liebevoll ausgesägten und geschliffenen Mitbringseln durch die Reihen ging, griff jeder gerne zu: Kleine Schlüssel aus Holz, versehen mit einer roten Schleife, verschenkte Friedrich Kleibert, Pfarrer der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Sein Motto: „Für eine Kirche ist es gut, wenn alle einen Schlüssel haben.“

Natürlich gab es auch eine „offizielle“ Schlüsselübergabe bei der Einweihung des runderneuerten Gemeindezentrums der Baptisten in Wildeshausen: Ingenieur Karl-Wilhelm Jacobi vom Büro Rolwes-Hauth-Jacobi überreichte stellvertretend für die beteiligten Firmen einen Schlüssel an Christoph Schließke, dem Geschäftsführer der Kirchengemeinde. Mit dem Fest am Samstag ging eine mehr als sechsjährige Umbau- und Sanierungsphase zu Ende,

Vor 27 Jahren hatte die Kirchengemeinde das Gebäude am Anemonenweg, in dem einst eine Textilfabrik untergebracht war, erworben. Ein Teil wurde vom Berufsförderungswerk genutzt. Als dies mit seiner Metallwerkstatt auszog, machte sich die Gemeinde daran, die gut 1400 Quadratmeter große Dachfläche zu sanieren, wie Margit Feenders von der Gemeindeleitung anhand von Fotos anschaulich erklärte. Die alten Stützpfeiler der Werkstatt verschwanden; neue Leimbinder wurden eingebaut. Die Verantwortlichen investierten in neue Dämmung und große Fensterflächen. Es entstand ein heller, hoher Gemeindesaal, in dem gut 150 Gäste Platz finden. Ein Wassereinbruch nach Starkregen verzögerte den Umbau. Weil das Budget ausreichte und großzügige Spenden dazu kamen, etwa von der Hertford-Baptist-Church, wurden auch Toilettenanlage und Küche erneuert. Schließke wies auf den großen ehrenamtlichen Einsatz hin. Insgesamt investierte die Gemeinde rund 450 000 Euro in die Sanierung. Vor allem die energetischen Maßnahmen machen sich bezahlt: Für Heizung und Strom fallen nun etwa 250 Euro weniger pro Monat an, wie Schließke berichtete.

„Alle Anstrengungen haben sich gelohnt“, betonte Bürgermeister Jens Kuraschinski, der anlässlich der Einweihungsfeier zur Sanierung gratulierte. Auch die Außenansicht des Gemeindezentrums sei sehr schick und nun gut zu erkennen. Dabei handele es sich nicht um „irgendein Gebäude, sondern eine Stätte der Andacht und des Friedens“. Kuraschinski überreichte einen Amberbaum. Im Namen der 50 freikirchlichen Gemeinden im Nordwesten gratulierte Bernd Splettstößer (Bremen). Er hoffe, dass die Gemeinschaft weiter wachse. Derzeit hat die evangelisch-freikirchliche Gemeinde in Wildeshausen 70 Mitglieder. Für den musikalischen Rahmen der Feier sorgten Andreas Windmüller am Flügel und Sven Grossmann am Cajón.

Während des Sommerfestes konnten sich im Anschluss viele Bürger einen Eindruck von der Anlage am Anemonenweg verschaffen. Angeboten wurde ein buntes Programm für Kinder mit Hüpfburg, Enten angeln, Volleyball, Leitergolf, Wikinger-Schach sowie Schleuderbild- und Button-Maschinen. Um Hunger und Durst zu stillen, gab es Bratwurst-, Crêpes- und Popcornstände sowie ein Café mit selbst gebackenen Kuchen. Mit einem Liederabend, den die Band Praylist aus Osterholz-Scharmbeck und der Musiker Sven Grossmann gestalteten, endete das Gemeindefest am Abend.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 
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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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