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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Urnenwäldchen gleicht einem Park

20.07.2018

Wildeshausen Ein Brunnen, Sitzgelegenheiten, hier und da stehen vereinzelnd Bäume: Auf den ersten Blick wirkt das Urnenwäldchen auf dem neuen städtischen Friedhof in Wildeshausen nicht wie eine Grabstätte. Das solle auch so sein, sagt Marleen Meinel vom städtischen Bauamt. „Es soll ein Rückzugsort, ein Ort der Stille sein.“ Gemeinsam mit Friedhofsleiter Heiko Wittrock und Kämmerer Thomas Eilers hat sie das Urnenwäldchen am Donnerstag vorgestellt.

Rund 100 000 Euro hatte die Stadt in die Hand genommen, um sowohl auf dem neuen als auch auf dem alten Friedhof Umgestaltungen vorzunehmen. Beide Friedhöfe umfassen eine Gesamtfläche von 54 000 Quadratmetern. Im Jahr 2000 kam der neue Friedhof als Erweiterungsfläche hinzu. Ein Teil ist mit Gräbern belegt, ein Teil blieb leer als „Reserve“, wie Wittrock sagte. Auf dieser Fläche ist in den vergangenen zwei Jahren das Urnenwäldchen entstanden. „Wir wollten keinen typischen Wald, sondern haben den Rasen gelassen.“ Somit könnten auch Menschen mit einem Rollator den Platz leicht überqueren. „Bisher hatten wir hier drei Beisetzungen. Wir kalkulieren mit acht bis zehn pro Jahr.“ Und so funktioniert es: Die Angehörigen des oder der Verstorbenen suchen sich einen Baum aus. „Es sind alles besondere Bäume, die beispielsweise auch in einem Arboretum stehen würden“, ergänzte Meinel. Rund 1,50 Meter vom Stamm entfernt wird die Urne in den Boden eingelassen. Die Fläche ist in ein Raster eingeteilt, erklärt Wittrock. „Ein Grab kostet 2450 Euro.“ Einmalig. Eine Verlängerung der Grabstelle, wie bei gewöhnlichen Sarggräbern, gibt es nicht. Blumen ablegen können Angehörige in einem der vier gepflasterten Kreisel. Diese sind jeweils mit einer Bank ausgestattet und nach Themen dekoriert: Stein („der den Halt darstellt“, erklärte Meinel), Magnolie („die die Vergänglichkeit darstellt“), Wasser („steht für das Leben an sich“) und ein Ruhekreis. Mit dieser Art von Urnenwäldchen habe Wildeshausen ein Alleinstellungsmerkmal, sagt Eilers.

Die Namensplaketten des Bestatteten – mit der Nummer, an welchem nummerierten Baum er liegt – werden an Findlingen befestigt. Auch auf dem alten Friedhof hat sich etwas getan: Ein Teil der Wege wurde neu gepflastert, der Hauptweg zur Kapelle soll im Herbst folgen. Um sich genauer informieren zu können, liegen im Stadthaus die neuen Faltblätter des Friedhofs aus.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 
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Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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