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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Als die ersten Luftschiffe in Wildeshausen landeten

24.10.2019

Wildeshausen Mit einem weiteren spannenden Teil der Wildeshauser Geschichte sorgte der Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen für einen vollen Saal des Historischen Rathauses. In der Reihe „Geschichte im Rathaus“ stellte Peter Hahn unter dem Titel „Wildeshausen! Luftschiffhafen! – Ei, wer hätte das gedacht!“ die Geschehnisse um den Luftschiffhafen Wildeshausen in den Jahren von 1915 bis 1922 vor.

Besonderes Kapitel

„Ein besonderes, wenn auch kurzzeitiges Kapitel der Wildeshauser Geschichte ist das der Luftschiffe in Wildeshausen“, eröffnete Peter Hahn seinen Vortrag. Schon 1984 und 2005 referierte er über die Zeit während und nach dem Ersten Weltkrieg. Neben Literatur gab es 1980 auch noch Zeitzeugen, die Erlebnisse oder Erzähltes der Eltern berichten konnten.

Nach dieser Einführung stieg Peter Hahn in die Zeit zu Beginn des Ersten Weltkrieges ein. Er schilderte die Aufrüstung der kaiserlichen Marine, den Bedarf an Aufklärung zu Kriegsbeginn und die Luftschiffe nach Graf Zeppelin, eine Weiterentwicklung von Warmluftballonen.

Im zweiten Abschnitt ging Hahn auf die Wildeshauser Luftschiff-Geschichte ein. Luftschiffhallen und der Standort des Flughafens befanden sich zwischen Visbeker Chaussee und Bargloyer Weg, wo heute die Straße „Am Weizengrund“, der Kornweg, der Westring und die Bargloyer Straße zu finden sind. Anfang September 1915 begannen in Wildeshausen erste Gespräche mit der Stadt, der Oldenburgischen Regierung und dem Kriegsministerium. 25 Ackerbürger verkauften 33 Hektar auf dem Wildeshauser Esch ans Militär. 28 Hektar erwarb die Stadt. Gegenleistung des Militärs war neben dem Wirtschaftsfaktor die Garantie für 30 Jahre Garnison.

Weiter schilderte Hahn die Schritte der Bauabfolge, dann den Quartiersbezug durch das militärische Personal am 21. Dezember 1915 mit der Überwachung des Geländes. Mitte 1916 kamen die ersten Luftschiffe.

Am 18. Juni 1916 misslang die Landung des ersten Flugschiffes LZ98. Es stellte sich heraus, dass die Halle nicht in die vorherrschende Windrichtung gebaut worden war. Damit war ein geregelter Flugbetrieb nicht möglich. Erst am 27. Juli 1916 gab es den ersten Probeflug mit Bombenabwurf über der Sager Heide.

Am 2. September folgte der Kriegseinsatz mit Angriff auf London und das südliche Themsegebiet. Nach 23 Stunden über Belgien und Holland folgte erst die Rückkehr.

Gebäude wurden verkauft

Am 20. September 1917 wurde der Luftschiffhafen vom Heer an die Marine übergeben. Das Ende der Kriegs- und Luftschifffahrt in Wildeshausen kam mit dem Waffenstillstand und damit Kriegsende am 11. November 1918.

In den Jahren danach folgte der Verkauf der Gebäude. Anfang 1922 war das Kapitel der „glorreichen Wildeshauser Luftschifffahrt“ beendet. Das Gelände, auf der die Halle stand, erwarb Landwirt Georg Meyer (Werges-Meyer). Heute stehen dort das Fitnessstudio Gym 80, Zisch und Nordmann.

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