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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Die Geheimnisse des Alexanderstoffs

24.01.2020

Wildeshausen Bis heute sind aus der Geschichte der Alexanderkirche zwei Reliquien des Heiligen Alexander erhalten, teilt der Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen mit. In einem der beiden sogenannten „Alexanderarme“, die 850/51 von Rom nach Wildeshausen transloziert wurden und heute in Vechta aufbewahrt werden, befindet sich ein Armknochen, der in byzantinischen Stoff gehüllt ist.

Axel Fahl-Dreger wird am Mittwoch, 29. Januar, um 20 Uhr im Rathaussaal in Wildeshausen unter dem Titel „Der Alexanderstoff – Entschlüsselung seiner Geheimnisse“ dessen Entstehung, Bedeutung und historische Zusammenhänge den Zuschauern näherbringen. Der Vortrag gehört zur „Geschichte im Rathaus“-Reihe des Bürger- und Geschichtsvereins Wildeshausen.

Der byzantinische Stoff wurde 1995 bezüglich seiner Entstehungszeit und des Herstellungsraums untersucht – nicht jedoch in Bezug auf die Ikonographie des Reliquienstoffes. Die figürlichen Darstellungen des Stoffes aus der Zeit um 850 n. Chr. führen in eine Zeit, in der sich trotz religiöser Differenzen das Morgen- und Abendland, der Orient und Okzident, so nahe kamen, wie danach nie wieder.

Der Vortrag wird die gemeinsame christliche und islamische Legende aufzeigen, die sich in der Ikonographie des Alexanderstoffes abbildet. Auch wird er diese zur Legende um das Martyrium der Heiligen Felicitas und ihrer sieben Söhne (inklusive Alexander) in Bezug setzen. Schließlich wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Programmatik des Stoffes auf die Christianisierung des hiesigen Raumes hatte. Dabei wird der Stoff ganzheitlich in Zusammenhang mit der schriftlichen Überlieferung und der modernen Reliquienforschung betrachtet.

Der Referent Axel Fahl-Dreger war fast 25 Jahre lang Leiter des Zeughausmuseums Vechta. Seit seiner Pensionierung betreibt er weiter historische Forschungen, schreibt wissenschaftliche Abhandlungen und hält Vorträge. Als ausgewiesener Mittelalterexperte beschäftigt er sich besonders mit Fragen der Christianisierung des Weser-Ems-Raumes. Der Eintritt zum Vortrag beträgt fünf Euro.

Im Rahmen des ökumenischen Kirchentages am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni, werden die Armreliquien des Heiligen Alexander in einer Ausstellung im Wildeshauser Rathaus zu sehen sein.

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