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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Rätsel der Büste im Erker lösen

09.09.2019

Wildeshausen Wolfgang Rohenkohl sagt über sich selbst: „Ich bin ein bisschen detailverliebt.“ Das ist dem fast fotografischen Bild vom Schafkoben auf dem Pestruper Gräberfeld (bei Sonnenaufgang, 6.24 Uhr) ebenso anzusehen wie der Rekonstruktion des Wildeshauser Bahnhofs um 1900. Vieles hat der Vossberger zu dem historischen Gebäude an den Gleisen herausgefunden, doch eines bisher nicht: „Was für eine Büste hat früher in dem Erker gestanden“, fragt er sich. Auf alten Aufnahmen ist eine Figur zu erkennen, doch selbst bei maximaler Vergrößerung nicht, was genau es war. Das Anliegen Rohenkohls passt zum Tag des offenen Denkmals, der am Sonntag bundesweite begangen wurde: Vergangenheit vor dem Vergessen bewahren und sie für die Zukunft erhalten.

In der Stadt Wildeshausen ist das Programm beim Denkmalstag wieder groß gewesen. Neben den Klassikern Alexanderkirche, Brennerei, Druckerei und erneut wie 2018 dem Wildeshauser Speicher (Grüne Straße) gab es auch eine Premiere. Die Künstlergemeinschaft Wildeshausen und Umgebung beteiligte sich erstmals mit einer Ausstellung im historischen Rathaussaal. Im Saal, im Flur und im Trauzimmer: Überall waren Bilder, Kunstwerke und kunsthandwerkliche Arbeiten zu sehen. Die Kulturbeauftragte Birte Hogeback hatte die Teilnehmer an der Wildeshauser Meile (Bilder in Schaufenstern) angeschrieben, ob sie an der Ausstellung teilnehmen möchten. Zwölf reagierten positiv. Viele von ihnen griffen auch das Motto des Denkmaltages „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ auf. So machte der  Wildeshauser Bernhard Block bei einem Besuch im August in Milwaukee Aufnahmen von der Brauerei Pabst. Das denkmalgeschützte Gebäude ist außen geblieben wie es war, aber innen neu für jetzige Nutzungen gestaltet.

Neben Block und Rohenkohl beteiligten sich mit ihren Werken auch an der Ausstellung Anne Demberg, Sunhild Heinken-Raether, Karola Krüger, Astrid Onnen, Jutta Oldehoff, Renate Overdick, Helmut Schröder, Silke Wenzel, (alle aus Wildeshauser), Rita Bahrs (Visbek), und Heike Luschnat (Ahlhorn). Von großformatigen Bilder bis zu Objekten aus Holz und Kunsthandwerken in Form von Schmuck und Taschen reichte die Spannbreite.

Passend zur Ausstellung bat Gästeführerin Karola Müller am Nachmittag zu einer Führung durch das Rathaus.

Die Führungen waren auch an den anderen Stellen des Denkmaltages stets willkommen. So wurde den Gästen in der alten Brennerei an der Wittekindstraße gezeigt, wie dort einst Schnaps produziert wurde. 126 Gäste kamen und schauten sich auch gern die alten Bilder von der Hunte an.

In der Alexanderkirche ergänzte die „Offene Orgelempore“ am Nachmittag das vielfältige Programm. Es könnte das letzte Mal gewesen sein, dass Kantor Ralf Grössler die Kleuker-Orgel vorstellte. Schließlich steht die Finanzierung für die neue Orgel inzwischen, so dass dieses Wunschprojekt der Kirchengemeinde in Angriff genommen werden dürfte.

Für die Möglichkeit zur Besichtigung und Führung waren auch der „Wildeshauser Speicher“ (ein Fachwerkgebäude) sowie das Druckereimuseum geöffnet.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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