• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Frieden als Verpflichtung für jedermann

19.11.2018

Wildeshausen /Dötlingen „Weil die Toten schweigen, beginnt immer wieder alles von vorn.“ Mit diesen Worten des französischen Philosophen Gabriel Marcel hat der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler seine Rede zum Volkstrauertag in der Friedhofskapelle Wildeshausen begonnen. Viele Bürger zog es am Sonntagvormittag auf den Friedhof.

Die Einleitung zu der Gedenkstunde übernahm das Musikkorps Wittekind, gefolgt von der Chorgemeinschaft St. Peter. Im Anschluss hielt Däubler seine Rede. „So lange die Erinnerung an die Toten fortlebt, werden diese weiterleben“, betonte er.

Krieg kein Konfliktlöser

Außerdem ermahnte er an die Verantwortung an die Lebenden, die neue Wege der Konfliktlösung suchen müssten. „Der Krieg ist nie ein Konfliktlöser.“ Damit widersprach er den Worten des französischen Philosophen, denn durch das stetige Erinnern würden die Toten nicht schweigen.

Nach Däublers Rede begleitete das Musikkorps die Versammlung, die ebenfalls begleitet wurde von vielen Bürgern, zum Ehrenmal. 1. Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Oberstabsfeldwebel Norbert Engelmann ehrte die Toten. Dann wurden drei Kränze vor dem Ehrenmal niedergelegt – einer von der Stadt Wildeshausen, einer von der Gilde sowie einer von der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Ebenfalls als Mahnung waren die Töne nach dem Anschlagen am Mahnmal in Dötlingen durch Bürgermeister Ralf Spille und die Worte von Pastorin Susanne Schymanitz in der St.-Firminuskirche zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Volkstrauertag zu verstehen. Eingeladen zu der Gedenkfeier hatte die Kirchengemeinde sowie die politische Gemeinde.

Erinnerung an die Toten

Nach der Kranzniederlegung durch die Vereine der Arbeitsgemeinschaft Dötlinger Vereine, in diesem Jahr vertreten durch die Waldreitschule Dötlingen, am Ehrenmal, fand um 10 Uhr im Rahmen des Gottesdienstes in der St.-Firminuskirche eine Gedenkfeier statt. Den Gottesdienst leitete Pastorin Susanne Schymanitz. Bürgermeister Spille erinnerte an die dunklen Jahre deutscher Geschichte.

Der Männergesangverein Dötlingen umrahmte den Gedenkgottesdienst mit passenden Liedbeiträgen. Anschließend führte ein Trauerzug von der Kirche zum Friedhof. Dort wurden die Kränze an den Soldatengräbern niedergelegt. Hier begleiteten die Bläser des Posaunenchores diesen Akt des Gedenkens.

Vielerorts Gedenkfeiern

Weitere Gedenkfeiern wurden am Sonntagvormittag auf dem jüdischen Friedhof in Wildeshausen und am Nachmittag am Ehrenmal in Düngstrup abgehalten. Däub­ler und Engelmann sprachen an beiden Orten Worte der Besinnung, bevor die Kränze niedergelegt wurden. In Düngstrup begleitete das Blasorchester Wildeshausen die Gedenkstunde.

Nathalie Langer
Volontärin, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.